all benchmark related Xtreme systems

Die Dampflok unter den Notebook- Schönlingen

A300

In diesem Test werden wir uns den Toshiba Satellite A300 1B/D etwas genauer unserem Hardwareherz zu Gemüte führen.

Leider stand uns nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung, weswegen nicht alle Tests durchgeführt werden konnten, wie z.B. Passmark, Povray, Cinebench, etc. Die wenigen Test die wir aber durchführen konnten, zeigen deutlich was in diesem Notebook steckt. Eines vorweg: Es ist nicht wirklich viel.

Navigation:

Technische Daten:

Verarbeitung

A300 A300

Für ein Notebook der Preisklasse bis 900€, ist die Verarbeitung eher dürftig. Das verwendete Material des Gehäuses wirkt sehr billig. Allein durch das Berühren, oder durch leichtes Klopfen, hört man einen hellen dumpfen Ton, typisch für sehr dünnes Plastik. Auch lässt es darauf schließen, dass an Verstärkungsmaterial im Inneren des Gehäuses gespart wurde. Eindeutig bestätigt wird dies am Displaydeckel. Schon bei geringem Kraftaufwand lässt er sich mit Leichtigkeit verwinden. Überraschenderweise ist der Rest des Satellite aber stabil, und lässt sich nur unter starken Druck eindellen. Die Displayscharniere sind sehr fest, aber nicht so fest, dass sich das Notebook nicht mit einer Hand öffnen lässt. Deshalb wippt das Display bei Erschütterung etwas nach. Trotz der Festigkeit klappert das Display aber leicht im zugeklappten Zustand, und lässt einen etwas zu großen Spalt zwischen Deckel und Tastatur. Ein magnetisches Schloss oder eine konventionelle Rastervorrichtung, hätte sicherlich Abhilfe geschafft. Ein letzter Kritikpunkt sind die mit durchsichtigem Plastik verzierten Lautsprecher. Es sieht zwar wirklich hübsch aus, nur nach einer Woche im Betrieb am Schreibtisch, hat man ein ziemliches Problem diese wieder einigermaßen staubfrei zu bekommen. Alles im allen ist die Verarbeitung leicht unterdurchschnittlich. (2/5)

Seitenanfang

Design

A300

Hier kann das Satellite punkten. Auf der Oberseite des Displaydeckels und auf dem Arbeitsbereich durchziehen sehr feine Linien in silberner Farbgebung den Lack, der in einem glänzendem Schwarz gehalten ist. Was für die Augen ein Schmaus ist, kann in der direkten Anwendung oft als störend empfunden werden. Nach einer kurzen Zeit ist das Notebook mit Fingerabdrücken und Schweißstellen übersät, was zumindest Dank der hellen Farbe nicht so sehr auffällt. Apropos Auffallen das Logo auf dem Displaydeckel ist alles andere als Dezent, in seinem grell weißen, überdimensionierten Schriftzug. Alle Ecken und Kanten wurden abgerundet und geben dem Satellite einen nicht ganz seriösen, eher jungen, jugendlichen Touch. Wenn der Geschmack des Betrachters damit getroffen wird, kann das Toshiba Notebook also durchaus gefallen.(5/5)

Seitenanfang

Ergonomie/Eingabegeräte

A300 A300

Wie oben bereits angedeutet, besitzt das Notebook einen Klarlacküberzug, der leider auch keinen Halt vor den Eingabebereichen macht. Das Touchpad ist zwar leicht angeraut und soll dadurch ein „Gefühl“ der Benutzung vermitteln, aber durch die dennoch sehr glatte und rutschige Oberfläche, ist es zum Scheitern verurteilt. Benutzt man es z.B. beim längeren Surfen im Web, kann man schnell „stecken“ bleiben, da der leicht feuchte Finger einfach nicht mehr über das Pad rutschen möchte. Die Touchpad- Tasten sind sehr groß und geben ein lautes Klicken von sich und sind unserer Meinung nach etwas fehlplatziert. Man findet sie ein einer deutlichen Vertiefung unter dem Touchpad wieder, wobei sie auf der abschüssigen Notebookkante liegen. Suchen ist oft angesagt. Positiv zu vermerken ist allerdings ein leuchtender Streifen über dem Touchpad, das in der Nacht wirklich gute Dienste verrichtet.

Ähnliches Schicksal muss leider auch die Tastatur erleiden. Auch auf ihr findet man den Pianolack. Der Tastenanschlag ist direkt und angenehm. Durch die rutschige Oberfläche bleibt aber das wohlige, „Hier-schreibe-ich-gerne“- Gefühl aus. Auch wegen dem lauten Geräusch, das die Tasten von sich geben. Die Return- Taste ist für manch einen vielleicht etwas zu klein geraten. Ein besonderes Schmankerl sind die Multimediatasten über der Tastatur. Es hätten ruhig mehr sein dürfen, denn so kann man nur die nötigsten Mediafunktionen ausführen, wie "Play", "Forward", "Rewind", "Stop", "MediaPlayer". Kurz: Es existiert Besseres.(2/5)

Seitenanfang

Ausstattung

A300 A300

Hier ist wirklich alles an Board. HDMI und eSATA, sind Anschlüsse, die wirklich selten an Customer- Einstiegsnotebooks sind. Unterstützt werden diese durch vier powered USB 2.0, heißt laden eines MP3-Players während der Nacht, ohne das Notebook einzuschalten ist damit möglich. 5in1 Cardreader, Mic-In, Audio-Out, D/C IN, Lan RJ-45, S-Video, VGA, Expresscard 54/32, Modem RJ-11, Firewire sind auch mit von der Partie. Löblich! (5/5)

Seitenanfang

Display

Im Vergleich mit anderen Modellen in der Preisklasse, besitzt das A300 ein Display was gerade noch in Ordnung geht. Die Helligkeit liegt im Durchschnitt bei ungefähr 165 cd/m². Arbeiten draußen in der Sonne ist damit nicht mehr möglich. Zu stark sind die Reflexionen auf dem nicht entspiegelten Display und Displayrand. Die Messung der Kontraste ergab einen Wert von 170:1, was nicht sehr überzeugend ist. Zwar geht es im Großen und Ganzen in Ordnung, aber für die Ansprüche der Multimedia Kunden, etwas zu wenig. Störend empfanden wir auch die die sehr starke vertikale Invertierung, die bereits ab 20° wahrzunehmen ist. Also immer schön in der Mitte bleiben.(2/5)

Seitenanfang

Emissionen und Verbrauch

In diesem Abschnitt soll nun der Begriff aus der Überschrift erklärt werden. Zwar sieht unser Satellite nicht aus wie eine Dampflok, wohl aber hat es annähernd den Lautstärkepegel und die Wärmeentwicklung. Während Windows Vista installiert wurde, konnte man nur den Lüfter auf niedrigster Stufe, und die vor sich hin arbeitende Festplatte wahrnehmen. Der Pegel betrug hier, in ungefähr 30cm Entfernung (Kopfhöhe), an die 35dB. Zu erwähnen sei hierbei aber eine Nutzungsdauer von ungefähr einer Stunde. Unter Last wurde es trotz des stromsparenden Prozessors aber fast unerträglich. 46dB war hier der Durchschnittspegel. Spielt man auf seinem Notebook, wissen es also alle anderen im Haus ebenfalls. Grund dafür: Das Gehäuse ist sehr schlecht gedämmt; das Material des Gehäuses ist zwar fest aber dennoch dünn; und leider wirkt der Aufbau des Gehäuses wie ein Resonanzkörper. Eine perfekte Mischung für Lautstärke und auch für Wärme. Im Bereich des Touchpads erreichte unser Satellite 40°C Grad.

Wo viel Wärme, da auch viel Strom? Ja, da auch viel Strom. Gemessen wurde während der Installation von Windows Vista ein Verbrauch von 57 Watt, unter Last 75 Watt und Idle sind es immer noch hohe 45 Watt. Der absolute Wahnsinn bedenkt man, dass es sich hier um einen stromsparenden Intel Prozessor handelt, den P8400 mit T8100 sind es damit nochmals 10 Watt mehr. Mitschuld trägt auf alle Fälle die dedizierte Grafiklösung von ATI, die Radeon HD3650 in 55nm Fertigung, die sich als wahrer Stromfresser entpuppte, sowie der angestaubte PM965 Chipsatz.

Laufzeit:

Man kann also ein wenig mobil sein, wenn man dies möchte. Allerdings ist das Satellite besser auf dem heimischen Tisch aufgehoben, als mit ihm durch die Stadt zu gondeln. Display, Gewicht, und Ergonomie unterstreichen diese Aussage. (1/5)

Seitenanfang

Leistung

A300

Von der Leistung kann das A300 aber durchaus überzeugen. Der verbaute Core 2 Duo T8100 ist -wie zu erwarten- nicht ganz so stark wie ein P8400, wobei die Unterschiede jedoch marginal sind. Allerdings verkürzt sich durch die höhere Verlustleistung die Akkulaufzeit um einige Minuten. Gleich im Voraus soll gesagt sein, dass trotz dem relativ starkem Prozessor und der externen Grafiklösung, das A300 nur bedingt zum spielen gedacht ist. Es ist wirklich ein reines Multimedia-Notebook. Hier die Benchmarks.

Everest Ultimate Edition

  Toshiba A300 T8100 Samsung X420 SU4100 Samsung R560 P8400
RAM Lesen 5425 MB/s 5183 MB/s 6596 MB/s
RAM Schreiben 4234 MB/s 4176 MB/s 5640 MB/s
RAM Kopieren 3826 MB/s 4041 MB/s 4726 MB/s
RAM Verzögerung 84.9 ns 103,5 ns 84,5 ns
CPU Queen 8852 5467 9523
CPU Photoworxx 7711 5661 8623
CPU ZLib 26891 KB/s 16714 KB/s 29072 KB/s
CPU AES 7760 4816 8364
FPU Julia 3874 2397 4169
FPU Mandel 1981 1232 2144
FPU SinJulia 1035 642 1115

Wie man sieht ist das R560 mit PM45 Chipsatz dem Toshiba überlegen. Der Gesamtdurchsatz des Arbeitsspeichers ist etwas niedrig, was mit dem GM965 zu erklären ist. Der angestaubte Chipsatz ist schlichtweg nicht so Leistungsfähig, wie neuere Generationen, z.B. G43,G45, G35. Natürlich liegt es auch an dem Vergleich zwischen DDR3 und DDR2.

Nun zu den restlichen Everest Daten.

PCMark05

Mit dieser Punktzahl reiht sich das Satellite im guten, oberen Durchschnitt ein. Nicht mehr, nicht weniger.

3DMark06

Wie man sehen kann, bewegt sich die ATI Radeon 3650 im Bereich der heutigen Radeon HD 4330, wie sie z.B. im Samsung R720 zu finden ist. Diese Leistung reicht für Games mit weniger Anforderungen. Crysis, Grid und ähnlich potente Anwendungen laufen nur auf niedrigster Stufe, und selbst dort noch weit von flüssig entfernt. Eine kleine Runde Colin MCRae, Sims 2 oder Strategiespiele, können jedoch sehr gut gespielt werden. World in Conflict, ein sehr CPU hungriges Game, kann sogar auf mittleren Details aber mit verringerter Auflösung (1024x768) gespielt werden. Auch Call of Duty 4 ist drin. Aber wie gesagt, wir wären wieder beim Thema Multimedia-Notebook.

Passmark

Mit 701,3 Punkten im Passmarkrating unter Windows Vista, zeigt das Toshiba Satellite A300- 1H solide Leistung. Das R560 Madril mit P8400 schafft mit Windows Vista 805,1 Punkte. Mit der heutigen Auswahl an Betriebssystemen würde die Wahl also auf ein 7 fallen. Damit liegen die Punkte ähnlich wie bei Windows XP beim Toshiba bei 598 Punkten, beim R560 vergleichsweise 695 Punkte. Mitschuld an diesem Wert trägt die im unteren Durchschnitt liegende Festplatte von Hitachi. Circa 42-48 MB/s Lesen und Schreiben werden erreicht. Das Innenleben ist definitiv brauchbar und auch nach dieser langen Zeit am Markt, immer noch für die alltäglichen Aufgaben gewappnet. Spielen bedingt, Arbeiten top.

Sandra 2009

Sieht man sich hier die Benchmarks in Hinblick auf die Vergleichsprozessoren kann der T8100 ganz gut mithalten. Allerdings durch die Einführung des neuen QuadCores i7- QM820, klafft nun ein überdeutliches Loch in der Liste der CPUs. Unglaublich, was dieses kleine Stück Metall und Silizium leistet. Beim A300, gute Leistung. Man kann eigentlich nicht meckern. Hier sei nur kurz angebracht, dass das A300 nun ein wenig allein im Raum steht. Das Samsung R720, ein Desktop-Replacement Notebook bietet in groben Zügen die gleiche Leistung und kostet 600€ aufwärts, und macht dafür vieles richtig, wo unser Testkandidat scheitert. Ergonomie, Emissionen sollen hierfür Stichworte sein. Oder ein Samsung Q320- Darjo. Mobil, leistungsstark und ebenfalls mehr als ein "Will und kann nicht". (3/5)

Seitenanfang

Fazit

So schön das Toshiba Satellite auch ist, so elegant er sich auch auf unserer Arbeitsplatte macht, umso mehr werden die Defizite deutlicher und stechen uns fast einen Dolch in unser Herz. Diesmal war der erste Eindruck definitiv der falsche. Das A300-1H verbrauch unglaublich viel Strom; es ist sehr warm, sehr laut und hat ein schlechtes Display. Für ein Multimedia Notebook - fast durchgefallen. Wären da nicht die vielen Anschlussmöglichkeiten und das wirklich schöne und auch praktische Design. Außerdem kann es auch noch einige Punkte wettmachen, was dem T8100 und der Radeon 3650 zu verdanken ist. Trotzdem 900€ für dieses Notebook? Ganz ehrlich: Nein. Es gibt sehr wohl Gründe für ein Multimedia-Notebook, jedoch sind diese beim A300 nicht zu finden. Lieber überlegen sie sich noch einmal genau, ob sie einen Einstiegsgamer wollen, oder gleich ein Office Notebook. Denn im Vergleich zum R560 Madril, oder dem Acer 5739G kann es überhaupt nicht Punkten. Und selbst gegen Desktop-Replacements zieht das Satellite den Kürzeren. Hier eine Liste der Alternativen.

Testergebnis: BEFRIEDIGEND

Preis/Leistung: MANGELHAFT

Seitenanfang

Valid XHTML 1.0 StrictCSS ist valide!