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Mit einem ANDROiden von "Madrid nach Barcelona"

X420

Subnotebooks mit kleinen, relativ leistungsfähigen und stromsparenden CPUs sind groß im Kommen. Samsung hat deswegen sein Portfolio gleich um 3 neue Modelle der X-Serie (X120, X420, X520) erweitert, die mit sogenannten CULV CPU- Typen ausgestattet sind. Das bedeutet ausgeschrieben: "consumer ultra- low- voltage". Sprich, bezahlbare kleine Silizium- Dinger, dies nicht so mit der Spannung haben aber trotzdem ihre Arbeit erledigen. Samsung konnte bereits mit seinem leider sehr teuren aber prestigeträchtigen Subnotebook X360/X460 überzeugen. Gelingt dies auch im Bereich von 700 Euro?

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Samsung X420- Aura SU4100 Andro

Verarbeitung

X420

Das kann Samsung besser. Was man an diesem Modell erlebt, lässt ein wenig sauer aufstoßen. Was sich beim R560 Madril bereits angedeutet hat, wird hier extremisiert fortgesetzt. Eine sehr geringe Gehäusestabilität. Hebt man das Subnotebook an einer Kante an der Unterseite hoch, kann man schon ein leichtes Durchbiegen erkennen, dass sich bis zur Tastatur durchsetzt. Am instabilsten ist die Abdeckung über dem Akku. Ja es stimmt, dass man bei einem Mobilitätsfreudigen Notebook, den Stromspeicher selten entfernt. Dennoch kommt es vor. Drück man hier zu fest, besteht die Gefahr des Gehäusebruchs, was unweigerlich auch die Lautsprecher außer Kraft treten lassen würde. Nun diese Zerbrechlichkeit lässt sich erklären. Samsung setzt auf Leichtigkeit pur. Konkret bedeutet dies, nur sehr wenige Metallstreben und Plastikverdickungen im Gehäuseinneren. Zum anderen liegt es an der Form der Arbeitsumgebung. Eine leichte Mulde, die sich vom äußeren Rand zur Innenseite hindurch zieht, lässt so eine physikalische Instabilität zu. Die Anschlüsse konnten somit mit mehr Platz ausgestattet werden und gleichzeitig ließ es sich wunderbar in ein schlichtes Designelement umwandeln, um mit dem Display zu harmonieren. Die Verwindungssteifheit des Displaydeckels geht im Übrigen grade noch in Ordnung. Durch die Form der Oberseite wird hier viel Stabilität erreicht. Am Unterboden sieht es nur bei den Abdeckungen der Festplatte, und der RAM- Riegel ähnlich aus, wie bei der Arbeitsumgebung. Allgemein aber Punktabzug für Samsung, der sonstige "Verarbeitungskönig". (2/5)

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Display

Das Display ist nicht unbedingt eine große Stärke des Andro. Samsung gibt zwar bis zu 300 cd/m² an, allerdings wären 180 cd/m² realistischer gewesen. Der Kontrast ist ebenfalls nicht sehr hoch, und liegt bei ungefähr 180:1. Allerdings soll dieses Subnotebook vor allem im Bereich der Mobilität punkten und schließlich muss der Preis dieses Gerätes auch seinen Grund haben. Anders als man es nun aber vermuten könnte, tut das Display aber seinen Dienst und bietet sogar relativ stabile Blickwinkel in der Horizontalem. Vertikal sind sie etwas schlechter und das Bild beginnt negativ zu invertieren. Nutzer der R560 können es bestimmt gut nachempfinden, was gemeint ist. Schade das Samsungs Versprechen, nur noch matte Display zu verbauen, hier noch nicht gegriffen hat. Die auftretenden Spiegelungen machen es eher zu einem Schattenfreund, als zu einem Sonnenkind. Leider nur Durchschnitt im Bereich Display. (3/5)

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Design

X420

Um das Design, das Erscheinungsbild etwas deutlicher zu machen, wird hier zu allererst die Größe mit einem Acer 5810T verglichen.

Acer Timeline 5810T

Samsung X420- Aura Andro

Man erkennt: Das Samsung X420 ist zwar wirklich leicht mit gerade einmal 1,76 Kilogramm, aber es wirkt vergleichsweise recht groß für ein 14" Zoll Modell, was durch die Abmessungen bestätigt wird. Ein echter Unterschied zu einem 15" Zoll Modell besteht also nicht.

Nun aber zum eigentlichen Design. Samsungs Neuerscheinung in der X- Serie wirkt edel, aber arbeitstauglich. Endlich hat Samsung auch an den richtigen Stellen mit dem Klarlack gespart. Die Arbeitsumgebung ist komplett aus Plastik, ohne billig zu wirken. Ein kleiner Silberstreifen umrandet die untere Hälfte des Notebooks und fügt sich geschlossen sehr gut mit dem Displaydeckel zusammen. Dieser ist übrigens mit einem schwarzen Klarlacküberzug versehen, um wenigstens ein bisschen für Luxus zu sorgen. Oder um Putzzwangterror zu verbreiten. Je nach Auffassung. Rundungen findet man sowohl am Display, als auch an jeder Kante des Andro. Sowie die bereits erwähnte Mulde im Arbeitsbereich. Man kann es also mit einem NC-10 @nynet, nur in Groß, vergleichen.

Rein was das Aussehen angeht, muss sich das X420 etwas hinter seinem großen Bruder dem X460 verstecken. Doch bedenkt man, dass hier gute 500 Euro Unterschied sind, darf man ihn aber als dezent, schlicht, aber hübsch bezeichnen. (4/5)

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Ergonomie/Eingabegeräte

Die Eingabegeräte hinterlassen einen durchwegs guten Eindruck. Die Tasten der Tastatur haben einen geringen Hub, gute erkennbaren Druckpunkt, aber sind insgesamt etwas locker. Dadurch entsteht bei etwas flotterem Anschlag ein etwas lauteres Tippgeräusch. Wer aber bereits öfters mit Samsung- Eingabegeräten zu tun hatte, wird wissen von was geschrieben wird. Wie eine zweistufige Rechteckpyramide sehen die Tasten aus, wenn man genauer hinsieht. Damit erlassen sie sich besonders gut erfühlen, ohne dass man ständig mehrere Tasten gleichzeitig drückt. Die Tastatur hat im Gegensatz zum X-520 keinen Numblock integriert. Die Größe der Tasten ist also ebenfalls gut. Allerdings findet nur eine Magic Keyboard Fn- Taste auf der linken Seite neben der Strg- Taste ihren Platz. Die Anwendung damit ist aber reine Gewohnheitssache. Mit ihr sind die üblichen Features von Samung erreichbar. MagicDoctor, Easy SpeedUp, Easy Battery, Helligkeit, Lautstärke, Touchpad-aus, Num-key, Backlight, Wlan, Rollen, und zu guter Letzt Standby.

Das Touchpad hat eine sehr angenehme Oberfläche, lässt geringe Gestensteuerung zu und ist mit ihrem Standort gut in der Arbeitsoberfläche integriert. Im unteren Bereich und an der rechten Seite findet man auf dem Touchpad Scrollbars, die allerdings nicht optisch, oder erfühlbar hervorgehoben wurden. Die Tasten der Fingermaus haben ein leises Klickgeräusch und lassen sich gut ertasten.

Insgesamt: Sehr gutes Touchpad und gute Tastatur. (4/5)

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Ausstattung

X420

Im Samsung X420 Andro sind nur die nötigsten Basics an Anschlussmöglichkeiten verbaut. Drei USB- Ports an der rechten Seite. Links DC/In, 10/100 RJ-45 LAN, VGA, HDMI, Line-Out, und Mic-In. An der Frontunterseite findet man noch einen 3in1 Cardreader (SDHC, SD, MMC). Das wars. Im Anbetracht dessen, dass kein Optisches Laufwerk verbaut ist, hätten es ruhig noch zwei weitere USB- Ports sein können. Beispiel: Externes BluRay- Laufwerk (1A) zwei USB- Ports, ein USB Stick, und es wäre schon jetzt Schicht im Schacht. Bei zwei weiteren wäre wenigstens noch ein externes 2,5" Zoll (1A) Festplattenlaufwerk möglich, um seine Daten zu Sichern. Durchschnitt auch im Bereich Ausstattung. (3/5)

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Emissionen und Verbrauch

Leider war es nicht möglich den Stromverbrauch in einer derart kurzen Zeit zu überprüfen. Dennoch müsste dieser kaum über den Werten des X520 liegen, da allerhöchstens der Prozessor mit 4,5 Watt (TDP) mehr zu Buche schlägt. Allerdings zeigten die Benchmarks auch, dass die Auslastung der Pentium SU4100 CPU bei 40%- 70% lag, wobei das Vergleichssystem mit einem Core 2 Solo SU3500, stets bei 100% lag.

Die Lautstärke war kaum als solche zu bezeichnen. Benutzt man des Silent Mode, wird der Lüfter ausgeschaltet und man hört nur noch die sehr leise 1,8" Zoll Festplatte mit 23 dB. Während der Benchmarks drehte der Lüfter ab und zu auf die zweite oder dritte Stufe auf und erreichte maximal 31 dB. Die gleichen Werte wie die größere X520- Version. Die Oberfläche wurde nur punktuell etwas wärmer als die Umgebungstemperatur. Nur nach einer längeren Zeit der Benutzung und des Testens wurde der Bereich über der Festplatte etwas Wärmer und dürfte dabei noch weit unter 30 Grad gelegen haben. Ähnliches gilt auch für den Bereich des Lüfterausgangs und im der Umgebung des Prozessors. Allerdings sind die Werte so niedrig, dass man sie fast vernachlässigen kann. Das X420 Andro behält einen kühlen Kopf. (5/5)

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Leistung

Zurzeit gibt es bei MediaMarkt ein Angebot für ein Samsung X420- Aura ANDRO ab 699 €. Allerdings gibt es einen Entscheidenden Unterschied im Bereich der verbauten CPU. Anstatt wie die bei Samsung gelisteten Schwestermodelle AVEN und ANNO, ist dieses mit nicht mit einen Pentium Solo SU2700 oder Core 2 Duo SU3500 bestückt, sondern mit einem Intel Pentium Dual Core SU4100. Die Unterschiede zwischen diesen sind schnell formuliert. Hier die Daten.

  SU2700 SU3500 SU4100
Kerne 1 1 2
Geschwindigkeit 1.30 GHz 1.40 GHz 1.30 GHz
Font Side Bus 800 MHz 800 MHz 800 MHz
L2- Cache 2 MB 3 MB 2 MB
Fertigung 45 nm 45 nm 45 nm

Wer weitere Informationen zu Prozessoren erhalten möchte kann bei Intel mehr dazu finden.

Everest Ultimate Edition

  X420 R560 Madril NC-10
RAM Lesen 5183 MB/s 6596 MB/s 3656 MB/s
RAM Schreiben 4176 MB/s 5640 MB/s 2794 MB/s
RAM Kopieren 4041 MB/s 4726 MB/s 2353 MB/s
RAM Verzögerung 103,5 ns 84,5 ns 106,4 ns
CPU Queen 5467 9523 3583
CPU Photoworxx 5661 8623 2280
CPU ZLib 16714 KB/s 29072 KB/s 8361 KB/s
CPU AES 4816 8364 1823
FPU Julia 2397 4169 769
FPU Mandel 1232 2144 142
FPU SinJulia 642 1115 283

Um die Leistungsmerkmale zu beschreiben, haben wir das Mutlimedia/Einstiegsgamer R560 Madril Notebook von Samsung (Intel P8400 2x 2,33 GHz) und das gut bekannte NC-10 @anynet(Intel Atom N270 1,6 GHz) von Samsung genommen. Man erkennt hier, dass das X420 Andro genau die Spalte zwischen beiden Systemen ausfüllt.

Hier noch allgemeine Everest Ultimate Werte.

Passmark Windows Vista Home Premium

Bei diesen Werten, muss allerdings angemerkt werden, dass das Passmarkrating unter Vista einige Schwierigkeiten besitzt. In unseren Test ist uns aufgefallen, dass Vista in extremen Fällen 200 Punkte mehr erreicht, als es die Norm ist. Tests unter XP und Windows 7 bestätigen dies. Zum Beispiel:

Samsung R560 Madril
Acer Travelmate 7730

Durch weitere Messungen ergab der Mittelwert der höchsten Abweichungen 209,1 Punkte, und in der Regel 183,8 Punkte. Somit liegt der "Worst- Case" im Passmark Test bei 313 Punkten. Da der SU4100 aber sehr wohl mit einem etwas schwächerem SU7300 verglichen werden kann, und das Benchmarkprogramm eine etwas komplizierte Rechnung anstellt, um auf die diversen Ergebnisse zu kommen, dürfte unserer Meinung nach das Rating bei etwa 413 Punkten liegen.

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Fazit

Mit einem Passmarkrating von 523 bzw. 413 ist dieses Subnotebook alles andere als lahm. Das Samsung R560 Madril kommt mit dedizierter Grafiklösung auf 695 und ist in Spielen deutlich schneller, dennoch sollte man vor Augen halten, dass wenn es um den Anwendungsbereich Mobilität und Office geht, das X420 eindeutig vorzuziehen ist. Ein Acer Aspire R3600 Revo (Intel Atom N230) kommt auf 220 Punkte und ein Samsung NC-10 @nynet auf 256 Passmark Punkte.

Außerdem bietet das X420 eine weit bessere Eingaben wie, zum Beispiel, ein Acer 5810T Timeline. Zum einen hat sehr leichtgängige Tasten mit geringen Hub, zum anderen ist die Oberfläche rauer als die des Timeline, das fast schon einen Klarlacküberzug besitzt. Das Touchpad ist in einer guten Größe verbaut worden und bietet eine etwas feinere und nicht so rutschige Oberfläche, als im Vergleich zu Acers Mobilitätsexperten. Dennoch scheiden sich hier die Geister und jeder wird eine andere Meinung zu den Eingaben haben. Ausprobieren wäre auf jeden Fall angebracht.

Alle weiteren Eigenschaften zu Display, Ergonomie und Verarbeitung gleichen sich mit dem X520, dass auf notebookjournal.de vor kurzem getestet wurde.

Leider war es uns nicht möglich das X420 Andro einen Mobilitätstest zu unterziehen, da wir nur sehr kurze Zeit hatten es zu testen. Dennoch müsste theoretisch die Mobilität geringer sein, als mit einem vergleichbaren Solo Core Prozessor, da die TDP mit jedem zusätzlichen Kern steigt. Intels SU3500 besitzt einen TDP von 5.5 Watt. Die Pentium Modelle aber 10 Watt und entsprechen somit den Core 2 Duo SU9x00 und der S7x00- Serie. Link zu weiteren Produkten und Details.

Auch wenn es nicht oft der Fall ist, hat MediaMarkt dieses Mal ein wirklich gutes Angebot im Portfolio, das zudem auchnoch erschwinglich ist. Auch gibt es bisher nur einen Händler der es zu einem geringeren Preis anbietet. Hier gehts zu den Angeboten auf Idealo. Alle anderen Shops listen es erst bei 799€.

Testergebnis: GUT

Preis/Leistung: SEHR GUT

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