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Samsung zeigt uns den Adler

R580 Hawk

Vor nicht all zu langer Zeit, brachte Samsung mit der R560- Serie eine sehr beliebte und erfolgreiche Generation an Notebooks auf den Markt, die Lifestyle mit Leistung, Gaming und höchsten Ergonomieansprüchen verbinden sollte. Nun, über ein Jahr später, lässt Samsung den Nachfolger namens R580 "Hawk" endlich flügge werden, und zeigt was die frisch geschlüpfte Generation mit Intel Core i5-520M Prozessor, und Nvidia GT330M leisten kann. Ob er als "stählerner Adler" oder eher als Bruchpilot von seinem ersten Flug zurückkehrt, zeigt der folgende Test.

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Datenblatt

Lieferumfang und Zubehör

R580 Hawk R580 Hawk R580 Hawk

Was erwartet einen, beim Kauf des R580 Hawk? Tja, eigentlich nur ein Notebook. Samsung liefert neben dem eigentlichen Gegenstand der Begierde, das dazu passende Netzteil mit 19 Volt und 4,74 Ampere, somit 90 Watt, einen Akku mit 4400 mAh und die nötigen Garantie und Hilfe- Guides. Eine kleine Besonderheit ist das beilegen eines Power DVD 8 Keys, womit nach erfolgreicher Erstinbetriebnahme das Programm als Vollversion freigeschaltet werden kann. Außerdem findet sich netter Weise ein Mikrofaser Putztuch in der Garantietüte, um die Hochglanzoberfläche sauber zu halten. Datenträger mit Treiber oder Betriebssystem sucht man allerdings vergebens. Samsung setzt hier, wie so viele andere Hersteller, auf eine Festplatten Backup- Option. Dazu aber später mehr. Insgesamt ist der Lieferumfang also eher dürftig. (2/5)

R580 Hawk R580 Hawk R580 Hawk

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Design

R580 Hawk R580 Hawk R580 Hawk

Das Design kann sich wirklich sehen lassen. Samsung kann sich für dieses gelungene Design auf die eigene Schulter klopfen. Geschlossen gleicht es dem R560 fast aufs Haar, wenn nicht die gänzlich veränderte Oberfläche wäre. Die kontraststarke Färbung, die Außen schwarz beginnt und nach Innen immer mehr an Rot gewinnt, ist mit helleren rötlichen Streifen durchzogen, die stark an einen Fingerabdruck erinnern. Eine leichte Gewebestruktur bringt ein dezentes Funkeln in die sowieso glänzende Oberfläche. Displayrahmen und Unterseite wurden im normalen Plastiklook gehalten, was aber keinesfalls die Homogenität des Designs bricht. Wer also einfach nur mit einem frischen Einkauf protzen will, kann das selbst bei nicht-technisch versierten Leuten tun, denn der Anblick allein überzeugt. (5/5)

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Verarbeitung

R580 Hawk R580 Hawk R580 Hawk

Alles in Allem sind wir von der Verarbeitung des "Hawk" positiv überrascht. Es scheint fast als hätte der Hersteller wirklich ein offenes Ohr für die Mängel des Vorgängers gehabt, und hat diese mit Bravour ausgebessert. Kurzer Einschub, da wir ständig vom Vorgänger sprechen. Das R522 ist nicht der Vorgänger dieses Modells! Das R560 ist das Vorgängermodell des R580, auch wenn manche diesen Umstand nicht zu verstehen scheinen. Aber genug, zurück zur Verarbeitung.

Die Arbeitsumgebung gibt erst bei kräftigem Druck nach, bevorzugt auf der rechten Seite über der Festplatte. Es ist aber nicht so schlimm, das es einen instabilen oder billigen Eindruck hinterlässt, ganz im Gegenteil. Der gesamte Bereich um die Arbeitsumgebung herum ist wirklich bombenfest. Nur die Tastatur ist etwas durchschnittlicher, als der Rest. So ist vor allem im linken, unteren Bereich ein deutliches Klappern zu erreichen, wegen dem Nachgeben des Tastaturfeldes. Auch der Displaydeckel ist stabil. Um es zu verwinden muss Gewalt angewendet werden und der Displayrahmen, sowie die Oberseite sind ebenso hart im Nehmen, außer man setzt diagonal zum Rahmen an, was zum Beispiel beim Aufklappen der Fall sein kann. Von der Unterseite ganz zu schweigen, wo nur einzelne Abdeckungen (RAM, HDD) nachgeben.

Es wirkt alles wie aus einem Guss. Der Übergang von Hochglanz zu Hartplastik ist absolut dicht verschlossen und lässt Nichts zwischen sich kommen. Kein Knarzen, kein Knarren, oder sonstige unangenehme Töne, die ein Notebook von sich geben sollte. Wir sind wirklich begeistert! (5/5)

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Ergonomie der Eingabegeräte

R580 Hawk R580 Hawk R580 Hawk

Wir hatten die Befürchtung Samsung würde an den Eingabegeräten sparen, um den Preis von ca. 850€ gerecht zu werden. Doch Samsung bleibt bei seinem guten Ruf, exzellente Eingabegeräte herzustellen.

Die Tastatur ist modisch an den neuesten Trend angepasst. Jeder spricht von "Chiclet"- Tastaturen und weiß oft nicht was es bedeutet. Der Begriff ist bereits so alt, wie die elektronische Computerindustrie selbst und verdankt den Namen eines amerikanischen Kaugummi Herstellers. Denn "Chiclet" Tastaturen wurden auch oft "Rubber"-Keyboards genannt, da sie eine wabbelige Oberfläche besaßen und aus dem Keyboard-Feld "herausstanden". Apple führte als erster Hersteller im MacBook diese Art von "Chiclet neuer Generation" ein, und wird nun von Gott und der Welt kopiert. Aber zu Recht! Nach kurzer Eingewöhnungszeit, um die neue Abstandweite der Tasten verinnerlicht zu haben, gelingt einem das Schreiben und Tippen an sich sehr gut. Wir hätten uns aber gerne ein Anschlagverhältnis, wie das des Sony Vaio F11 gewünscht. Denn schreibt man etwas flotter, bemerkt man ab und zu nicht mehr, die Tasten überflogen zu haben. Samsung gelingt es des Weiteren sehr gut, die Größe des R580 Hawk auszunutzen -15,6" Zoll ist gerademal 2cm breiter als 15,4"- um Chiclet- Tastatur und Nummernblock unterzubringen. Leider gehen die Pfeiltasten etwas zwischen Num-Block und Tastatur unter. Die Fn- Taste, um die Spezial-Funktionen des Notebooks auszuführen, befindet sich Links, sowie Rechts neben den Pfeiltasten, aber unsere geliebte "Homepage"- Taste musste leider weichen, mit der ein sekundenschnelles Aufrufen des Browsers möglich war. Tja, die lieben Gewohnheiten.

Das Touchpad ist trotz des ungewöhnlichen Designs wirklich super gelungen. Auf den ersten Blick lässt es sich kaum erkennen, da es eine durchsichtige Oberfläche besitzt. Vier winzige, blaue LEDs beleuchten sobald man mit dem Finger die sensitive Oberfläche berührt, die Kanten der mobilen Maus. Die Oberfläche bietet ein sehr angenehmes Gefühl und versagt auch nicht bei feuchteren Fingern. Die Maustaten lassen einen unweigerlich an ein mutiertes Samsung NC-10 denken, da es genauso eine Wippe besitzt wie das Netbook. Natürlich nur in Groß. Das Feedback beim Klicken ist dabei ganz okay, aber wir machen uns ein wenig über die Langlebigkeit dieser Wippe Sorgen. Bei manch einem NC-10 Modell versank eine Hälfte nach starker Benutzung in die eine oder andere Richtung. Doch angesichts dessen, das der "tote Bereich" der Allgemeintaste sehr klein ausfällt, sind wir dennoch guter Dinge, dass es für die Langlebigkeit ähnlich aussieht. Außerdem handelt es sich um ein Multi-Touchpad, mit denen verschiedene Gesten eine Funktion auslösen. Unter anderem das Scrollen mit zwei Fingern, Auseinanderziehen zum Zoomen, etc. . (4,5/5)

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Display

R580 Hawk R580 Hawk R580 Hawk

Zwar hielt Samsung nicht das Versprechen, nur noch entspiegelte Displays zu verbauen, aber zumindest ist das eingebaute Display mit 1366x768 Pixel wirklich brauchbar. Mit einer maximalen Helligkeit von 223 cd/m² und einem Schwarzwert von 1,2 cd/m² bei gleicher Leuchtkraft, ergibt sich ein theoretischer Kontrast von 185:1. Leider ist diese Leuchtkraft nur ein Peakwert, weswegen eher mit 197 cd/m² gerechnet werden sollte. Der Kontrast liegt somit bei ungefähr 165:1. Für ein Gamer/Multimedia Notebook etwas schwach, wobei es subjektiv weniger schlimm empfunden wird. Zum einen liegt dies am nicht entspiegeltem Display, und zum anderen an dem schnellen vertikalen Invertieren, weswegen manchmal ein tieferes Schwarz gesehen wird, als es wirklich vorhanden ist. Wir kennen aber Schlimmeres, und insgesamt ist das Display zum Vorgänger eine Bereicherung. Horizontal macht das Display des R580 im Hinblick auf Invertierung eine gute Figur. Die minimalste Helligkeitseinstellung liegt bei 15 cd/m². Die Farben treffen bis auf den leichten grauen Schleier in sehr dunklen Bereich, knallig und lebendig auf unsere Netzhaut. (3,5/5)

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Anschlüsse

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Es gibt auch hier gute Neuigkeiten. Es ist alles an Board und vorbildlich untergebracht.

Im vorderen Bereich, neben einem Lüftungseingang befindet sich der Cardreader zusammen mit einem Dummy. Dreck und Staub hat so keinen Zutritt ins Innere des "Hawk". Grundlegende Veränderungen im Layout, verdankt das R580 nun eine wirklich gut zu erreichende und klug gelöste Unterbringung der Anschlüsse. Rechts befinden sich 2x USB- Anschlüsse und das optische Laufwerk -alle USB Anschlüsse sind "powered" und können via Programmsteuerung an- oder ausgeschaltet werden- Links befinden sich die restlichen Anschlüsse: Expresscard 34mm, Audio-Out, Mic-In, USB, e-SATA, HDMI, RJ-45(LAN), VGA, DC-IN und schließlich Kesington-Lock. Die SXGA Webcam - 1280x1024 - im Displayrahmen hebt sich nicht sonderlich aus der Masse hervor. Das dazu passende Programm im Cyberlink Software-Paket lässt sogar einige kleine "Verschönerungen" der Video- oder Bilderaufzeichnung zu. Video- Chat kann Dank des integrierten Mikrofons in der linken Arbeitsumgebung also ohne Schwierigkeiten stattfinden.

Der Lüfterausgang ist endlich wieder hinter das Display auf die Rückseite gewandert, und sorgt so für weit weniger Lärm und Abwärme als noch beim R560. Schon sind wir bei den Emissionen. (4/5)

R580 Hawk R580 Hawk

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Emissionen und Stromverbrauch

Was die Akkulaufzeit anbelangt, ist das R580 kein König der Lüfte. Im Worst-Case, bei 100% Auslastung konnten wir nur 61 Minuten und 34 Sekunden erreichen. Der kleine 4400 mAh Akku kann den "Hawk" einfach nicht genügend Energieressourcen bereitstellen. Optimum, was man mit dem Akku erreichen kann ist eine ungefähre Laufzeit von 3 Stunden. Allerdings: WLAN aus, Display Minimum, Energiesparmodus, IDLE. Ein realistischer Wert, den wir beim arbeiten und surfen im Web an den Tag legten, betrug knappe 2 Stunden.

Den Bereich über den Stromverbrauch wollen wir etwas näher definieren und erklären. In manchen Foren wird des Öfteren über den Stromverbauch der "Intel Core i5" Notebooks gerätselt, da die Wirkleistung der Komponenten deren maximale thermische Verlustleistung zu überstiegen scheint. Wir konnten wenigsten den Verbrauch des R580 analysieren und erklären.

Befindet sich das 90 Watt Netzteil (19 Volt bei 4,74 Ampere) am Stromnetz werden 0,1 Watt verbraucht. Befindet sich nun ein Verbaucher an dem Netzteil wird beim Laden des Akkus 38,0 Watt benötigt. Ohne mobile Batterie sind es nur 0,4 Watt. Ist das System mit maximaler Helligkeit und aktiviertem WLAN im Idle-Mode, liegt der durchschnittliche Verbrauch bei 21,4 Watt. Wirklich sehr löblich, für ein Gamer/Multimedia Notebook. Wird die Helligkeit des Display auf das Minimum reduziert, und WLAN deaktiviert sind es noch geringere 16,3 Watt. Nun aber zu den interessanten Werten.

In Prime95 in Verbindung mit dem Test "Maximum Heat Stress Test", das, wie der Name schon sagt, die CPU und Speichereinheit der höchsten Belastung aussetzt, werden 63,8 Watt erreicht bei 86°C Grad. Genau dieser Wert lässt den einen oder anderen User stutzig machen. 64 Watt bei einem CPU mit 35 Watt TDP, wie soll das gehen? Sehen wir uns zunächst den Stromverbauch der GT330M an. Erwartungsgemäß kann diese Nvidia Grafikkarte ganz schön heiß werden. Im Benchmark und Stress- Tool Furmark v.1.7.0 konnte bei nativer Auflösung ein Stromverbauch von 71,6 Watt erzielt werden bei ordentlichen 76°C Grad GPU- Temperatur. Wie man deutlich erkennen kann ist der Abstand zu Idle- Stromaufnahme zu Load wirklich vehement. Den oben gezeigten Wert in der Leistungsaufnahme können sie auch als durchschnittlichen Stromverbrauch bei Spielen ansehen. Bei 3DMark06 und Resident Evil 5 wurden ähnliche Ergebnisse erzielt.

Jetzt kommt aber das eigentlich Interessante. Was passiert bei einem ziemlich unrealistischen Fall, dass beide Komponenten zu 100% ausgelastet werden? Mit Hilfe von Prime95 und Furmark testeten wir aus, wie sich der Stromverbrauch entwickelte, und kamen zu den sehr hohen Ergebnis von 93,4 Watt. Nein, sie haben sich nicht verlesen, das Netzteil hat nur eine Leistung von 90 Watt, doch hier müssen wir den Wert erklären. Nimmt man zur Orientierung den effektiven Stromverbrauch von 93,4 Watt, rechnet man einfach die theoretische Wirkleistung der Komponenten dagegen. Das sind:

Ergebnis ist damit ungefähr 71,1 Watt, was alle Komponenten zusammen verbrauchen können. Mehr geht nicht. Bleibt einzig und allein die Stromversorgung übrig, um den Verbrauch erklären zu können. Nach unseren Messungen besitzt das Netzteil einen Wirkungsgrad von fast 77%. Und schon haben wir den Schuldigen für den Verbrauch von über 90 Watt gefunden. 71,1 Watt liegen noch weit unter dem, was das Netzteil leisten kann, wobei jedoch 31,7% der Energie zwischen Verbraucher, Netzteil und Stromnetz verloren gehen. In Anbetracht dessen, dass viele externe Netzteile sehr billig hergestellt werden, sind 77% noch relativ gut bemessen. Wenigstens konnten wir so den Stromhunger unter Last erklären.

R580 Hawk

Die Wärmeentwicklung des Gehäuses liegt in einem guten bis sehr guten Bereich. Das Bild zeigt die Auswirkung nach zwei Stunden Benchmarks, Stresstests und allgemeine Benutzung. Ansonsten liegen die Temperaturen zwischen 22°C Grad und 29°C Grad. Was uns sehr gefallen hat war zu der angenehmen Betriebstemperatur, die dazugehörige Lautstärkeentwicklung.

Im Akkubetrieb oder Idle schaltet sich der Lüfter, der seine Position auf der Rückseite des Notebooks gefunden hat, komplett ab, was der Lautstärke sehr zu Gute kommt. 22,4 dB werden erreicht -sprich Geräusch der Festplatte. Ist der Lüfter aktiviert, was je nach Nutzung geschieht, sind es immer noch leise 26,4 dB. Anders sieht es bei Volllast aus. Um die Komponenten noch ausreichend zu kühlen sind es zwischen 33,5 dB und 38,9 dB. der höhere Wert wurde auf der Höhe der Tastatur genommen, etwa 15 cm vom Lüfter entfernt. Misst man auf der Rückseite, etwa ebenfalls 15cm entfernt, liegen wir genau im Abwärmebereich des Lüfters und messen 40,3 dB. Samsung kann erneut beweisen, dass sie es wissen ein Notebook kühl und leise zu halten. Auch wenn nicht alles klasse ist, wie folgendes beweist... (5/5)

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Software - Ein Einziger Großer Fehler

Selbst der große und sehr erfolgreiche Hersteller Samsung ist nicht frei von Fehlern, auch wenn er edle Ziele, wie die Umweltfreundlichkeit, verfolgt. Was den ahnungslosen Usern im Bereich der Software zugemutet wird, überschreitet doch so manch fragwürdige Grenze. In unseren Testberichten hörten sie Tadel zur Software bereits bei Acer, da es weder eingreifende oder benutzerfreundliche Möglichkeiten gibt, um mit seinen freien Willen, die Recovery zu verändern, bzw. das System so vorzufinden, wie man es sich wünscht. Samsung hat nun leider den gleichen Schritt getan und "spendiert" dem R580 ein Gamepack und Anwendungen zu Hauf. So findet man nach ungefähr 25 Minuten Erstinstallationszeit, McAfee, einige 2D Games, 60 Day Trail von Office Home and Student 2007, Microsoft Works, das komplette Cyberlink Programmpacket (PDVD8, LabelPrint usw.), Failsafe Trail Version (also unbrauchbar), Atheros Client Installation Programm und Windows Live Anwendungen. Sie fragen sich was das Atheros Client Programm ist? Das haben wir uns auch. Ergebnis war nur ein "Metakodix Stealth Keylogger" Regestry- Eintrag in ".../Software/ASK/..." der ihre Tastatur-Eingaben, Suchergebnisse und Persönliche Daten ausspioniert. Soviel zum Sinn und Zweck solcher Software- Pakete. Samsung haben wir bereits über den Vorfall informiert. Nach der Installation aller Programme, legen sie in einem "einmalig ausführbaren" Schritt die Partitionsgrößen fest und werden danach zum Recovery Programm weitergeleitet. Zwar ist die ultimative Stufe immer noch das Mitliefern von optischen Datenträgern, aber diese Version von Backup lassen wir auch durchgehen. Hauptsache sie verfügen über eine Recovery, sei es nun mit Wartezeit oder via Datenträger. Der Vorgang dauert ebenfalls um die 20 Minuten. So vergeht fast über 1 Stunde, bis das Notebook wieder bedienungsfreudig wird, wenn man die Deinstallation mitrechnet. Vielleicht mögen einige Käufer den Kick von Masse und vielen Programmen, aber für Benutzer die sich auf bewusstes und gekonntes "Benutzen" einstellen, ein riesiger Dorn im Auge. Verstehen sie die Kritik nicht falsch. Samsung ist hier nicht der Buhmann, eher im Allgemeinen erkennen wir den Trend zu vielen unnötigen Programmen, nach dem Motto "die Menge macht's". (1/5)

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Leistung

CPUZGPUZ

Kommen wir nun zur Königsklasse des R580 "Hawk". Die Leistungsdaten. Die Kombination aus Intel Core i5-520M, der als zweitkleinster i5 neben dem i5-520UM mit 18Watt TDP, und der Nvidia GT330M, hat dem "Hawk" wirklich gut getan. Also, alles andere als ein Bruchpilot.

R580 Hawk

Everest Ultimate Edition v.5.30

  Samsung R580 i5-520M Acer Aspire 8940G i7-720QM One Clevo M860 P9500
RAM Read 7669 MB/s 13431 MB/s 7023 MB/s
RAM Write 5890 MB/s 11541 MB/s 4842 MB/s
RAM Copy 7201 MB/s 11958 MB/s 4982 MB/s
RAM Delay 98,3 ns (?) 58,7 ns 83,9 ns
CPUQueen 15294 14782 10709
CPUPhotoworx 12495 22487 12836
CPUZlib 42137 KB/s 55336 KB/s 32479 KB/s
CPUAES 172786 13755 9407
FPUJulia 5668 6931 4688
FPUMandel 3465 3802 2402
FPUSinJulia 2482 3229 1253

Gegen seinen großen Bruder, der "kleinste" Core-i7 im Notebookbereich, hat er klar das Nachsehen. Doch da Everest Ultimate erneut ähnliche Werte wie beim Sony Vaio F11 ausgegeben hat, können sie diesmal die Daten als "valide" ansehen. Der Intel Core i5-520M profitiert in der CPU AES von der neuen AES Verschlüsselung, genannt "AES New Instructions" (AES-NI). TomsHardware.de hat einen hervorragenden Bericht und ausgiebigen Test zu diesem Feature geschrieben und kommt zu den elben Ergebnissen wie wir. Der i5 blüht in AES förmlich auf, wie ein Japanisch sprechender Deutscher, der endlich wieder in seine Heimat darf. Außerdem erkennt man dass der i5 einen P9500 locker wegsteckt, mal von Photoworx und der RAM- Verzögerung abgesehen. Hier weitere "Gegner".

  Samsung R580 i5-520M Sony F11 i5-520M Samsung R560 P8400
RAM Read 7669 MB/s 7648 MB/s 6679 MB/s
RAM Write 5890 MB/s 5903 MB/s 5654 MB/s
RAM Copy 7201 MB/s 7217 MB/s 5543 MB/s
RAM Delay 98,3 ns (?) 99,5 ns (?) 83,7 ns
CPUQueen 15294 14443 9573
CPUPhotoworx 12495 12926 8247
CPUZlib 42137 KB/s 42202 KB/s 29167 KB/s
CPUAES 172786 172157 8424
FPUJulia 5668 5562 4188
FPUMandel 3465 3046 2148
FPUSinJulia 2482 2479 1118

Würden wir mit hundertprozentiger Sicherheit wissen, würden wir sagen das der Leistungsunterschied der beiden i5-520M auf das Windows7 64bit im Sony Vaio F11 zurückzuführen ist. Seltsamerweise gewinnt aber das 32bit System. An dieser Tabelle erkennt man zumindest wirklich gut, was der Nachfolger des P8400 leistet. Der Core i3 wird ungefähr auf dieser Leistungsebene angesiedelt sein, weswegen diese Spalte doppeldeutigen Sinn und Zweck hat. Zwar ist der P8400 weiterhin der stromsparendere Prozessor, wie die Daten im Stromverbrauch gezeigt haben, aber der Leistungsunterschied zeigt deutlich den Generationen und Fertigungsunterschied.

Passmark v.7.0

  Samsung R580 Samsung R560 Sony Vaio F11 Acer Aspire 8940G
CPUMark 2142,4 1507,7 2160,7 2799,9
2DMark 237,3 199,7 254,0 247,7
3DMark 503,1 406,7 493,8 505,1
MemoryMark 790,2 671,1 850,2 800,9
DiskMark 567,8 443,7 400,2 435,9
Gesamt 941,7 736,7 908,9 980,4

Passmark v.7.0 gibt uns schon deutlich logischere Ergebnisse. Das Samsung R580 Hawk stellt das zweitbeste Notebook in dieser Tabelle dar. Neben einer Grafikleistung, die ungefähr der einer GT240M entspricht, liegt es bedingt durch das Betriebssystem in CPU und RAM hinter dem Sony Vaio F11. Da das Display nativ 1366x768 Pixel besitzt, ist die Leistung der GT330M noch optimal bemessen. So gut wie alle Spiele können nativ gespielt werden, auf mittleren bis hohen Details. Die Festplatte entpuppte sich aber als schnellste 2,5" Zoll Festplatte, die wir je testen durften. 77,3 MB/s Lesen und 76,9 MB/s Schreiben. Damit ist die Samsung HM500JI einer Samsung T166 gleichzusetzten - wohlgemerkt ist diese aber eine 3,5" Zoll Festplatte. Ein kleiner Auszug aus der Datenbank unseres Passmark Benchmarks zeigt wie sich die Grafikkartengenerationen von 9600GT, GT240 und GT330M genau unterscheiden. Noch eins.

Futuremark 3DMark06

  Samsung R580 GT330M* Samsung R580 Hawk GT330M* Acer 8940G GT240M* Samsung R560 9600M GT*
CPU 2700 2698 3029 2054
SM2 3038 2639 2560 2479
SM3 2994 2460 2391 2333
Gesamt 3DMarks 7410 6427 6363 5864

Geht es allein nach Futuremarks 3DMark06, bietet die GT330M fast die gleiche Leistung mit geringen 100 3DMarks Vorsprung, als ihr Vorgänger GT240M und über 1546 Punkte mehr zur 9600M GT. So gesehen hat die GT300M Serie Vorteile gegenüber den "alten" mobilen Nvidiakarten. Blickt man aber zur Konkurrenz ATI, sieht dieses Ergebnis nicht so rosig aus, wie Nvidia es vielleicht gerne hätte. Zumindest wurde die Lücke zur ATI HD4650 geschlossen. Gegen die neue HD5650 fehlen aber noch einige Benchmarkpunkte. Wie erfolgreich also Nvidia mit ihrer GT300M- Serie sein wird, hängt allein vom Marketing und den noch folgenden GTS/GTX Versionen ab. Wir vermuten trotzdem, dass die neue Generation von mobilen Grafikkarten die momentane Hierarchie nicht ablösen oder ändern wird. ATI bleibt eine "kanadische Nasenlänge" voraus und das mit DX11 an Board.

*Anmerkung: 9600GT und GT330M mit 1280x768 getestet. GT240 mit 1280x1024. Daher erwirtschaftet die GT240 auf 1280x768 ca. 7400 3DMarks und ist also fast identisch mit der neuen Generation.

Furmark v1.7.0

Furmak liefert uns diesmal einen ganz interessanten Aspekt, der mit dem Sony Vaio zusammenhängt. Vergleicht man beide Grafikkarten miteinander, besitzt die GT330M im R580 nur 790MHz als Arbeitsspeichertakt, die Karte im Vaio hat sogar 800MHz. Auf jeden Fall sind 1582 o3Marks bei nativer Auflösung ein wunderbarer Wert für das "Hawk".

Cinebench R10

  Samsung R580 i5-520M Acer 8940G i7-720QM R560 P8400
OpenGL Test 3540 4505 2901
Single CPU Test 3029 3662 2423
Multi CPU Test 6879 10132 4572

Sisoft Sandra 2010

Das Program Sandra 2010 hatte uns diesmal einige Probleme bereitet, weswegen wir keine GPU Benchmarks durchführen konnten. Diesmal also nur CPU Ergebnisse.

PCMark05

PCMark05 bescheinigt in seinen alten Tagen 6999 PCMarks für das R580, was ein höheres Ergebnis als das des Acer Aspire 8940G mit 6683 PCMarks ist.

Zeitauswertungen

Games und Frames Per Second

COD COD COD

Nun genug von den Benchmarks. Wie macht sich das R580 in Spielen? Erfreulicherweise klappt das richtig gut, denn mit einer Auflösung, die vielleicht unter Vorbehalt einige Schwierigkeiten bei Spielen machen kann (16:9), ist sie aber klein genug, damit die GT330M nicht zu sehr ins Schwitzen kommt. Alle getesteten Spiele liefen flüssig und machten -vor allem- richtig Spaß! Sehen sie selbst. Diesmal installierten wir COD: Modern Warfare 2, Mass Effect 2 und Resident Evil 5.

ME2 ME2 ME2

Resident Evil 5 besitzt einen Benchmarktest zu DX9.0c und DX10. Die GT330M kommt wesentlich besser mit DX10 zurecht, als noch die 9600GT. Mit einer GT240M ist sie hier fast gleich auf.

RE5 RE5 RE5 RE5 RE5 RE5

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Fazit

Zum Abschluss unseres Testberichts können wir folgendes zusammenfassen.

Das Samsung R580-Aura Hawk ist definitiv ein sehr gelungenes Notebook. Die Verarbeitung, die Qualität der Eingabegeräte und das Design sind auf höchstem Niveau. Leider spielt in dieser Liga das Display nicht ganz mit. Zwar ist es brauchbar und auf alle Fälle heller, als das des R560, jedoch gibt es immer noch Probleme durch die vertikale Invertierung und den relativ hohen Schwarzwert. Aber denken sie daran, dass selbst durchschnittliche Displays, wie das eben besprochene leider immer seltener werden. Aus Kostengründen.

Leistungstechnisch wird ihnen das R580 keine Grenzen aufzeigen, ob es nun Spiele, oder Hardware- hungrige Programme betrifft, denn die Leistung des i5-520M kann mit aktuellen Low- und Mainstream Prozessoren für Desktops mithalten. Sollten sie vorhaben mit dem Notebook auf ihrem Full-HD Fernseher Spiele zu spielen, raten wir ihnen lieber beim verbauten Display zu bleiben. 1366x768 sind für die GT330M wie maßgeschneidert. Für mehr wird es allerdings kritisch.

Je nach verlangter Forderung liegt das Notebook im Stromverbrauch, sowie Emissionen im grünen Bereich und lässt mit durchschnittlich 65 Watt unter höchster Belastung, keine Tränen bei der nächsten Rechnung kullern. Leider ist aus dem Allrounder mit langer Laufzeit, wie das R560 gerne bezeichnet wurde, ein wunderschöner Benchmarkjäger namens R580 Hawk geworden. Samsung hat hier wahrscheinlich eine klare Linie zwischen Mobilität und Leistung ziehen wollen. Wobei wir nicht verstehen, wieso keine Möglichkeit besteht zwischen "on CPU"- Grafik und externer GPU umzuschalten. Entweder haben allgemein die Hersteller Probleme mit der Umsetzung, oder es folgen weitere Modelle mit dieser "Fähigkeit".

Kurzum: Wenn sie von einem R560 auf ein R580 umsteigen wollen, und auf Laufzeit verzichten können, werden sie absolut glücklich mit dem Kauf. Allerdings auf ein "Harris" Modell mit Core-i3 zu setzen, halten wir für die falsche Entscheidung. Ansonsten, bleibt nur zu sagen - das "Hawk" ist die "F-117 Nighthawk" unter den Notebooks. Schnell, leise, schön und brachial für unter 850€!

Testergebnis: SEHR GUT

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