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Ultimativer Marathonläufer

nc-10

Netbooks sind in aller Munde. Als mobiler Begleiter, günstiger Zweitcomputer, oder sogar als, ehemalig geplanter Kindercomputer, bieten die kleinen Mini- Notebooks ein breites Einsatzfeld. Bereits so gut wie jeder bekannte Hersteller bietet ein Netbook an. Doch trotz einer so großen Vielfalt, stellen wir heute ein Modell von Samsung vor, das zwar schon länger auf dem Markt existiert, aber immer noch zu einer der besten gehört. Warum erklärt der folgende Test.

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Verarbeitung

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Zu Beginn der Netbookwelle, herrschte ein sehr großer Hype über die lange Laufzeit und den sehr günstigen Preis. Doch er ließ auch bei Skeptiker den Eindruck entstehen, es könnte sich einfach nur um billige Produkte handeln. Ganz ein anderer entsteht bei unserem Testmodell. Dem Samsung NC-10 @nynet. Die Verarbeitung liegt auf einem sehr hohen Niveau. Die Arbeitsumgebung ist fest wie ein Brett. Sowohl Handballenauflage, wie Tastaturbereich. Das gleiche gilt für die Unterseite des Netbooks. Einziger Kritikpunkt ist die Oberfläche der Displayoberseite. Hier lässt sich die Hochglanzverkleidung mit mittlerem Druck eindellen. Die Verwindungsfestigkeit ist allerdings gut. Hut ab, diese Art der Verarbeitung ist eigentlich erst bei Notebooks größerer und wesentlich teurerer Größenordnung zu finden. Volle Punktzahl. (5/5)

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Design

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Sehr durchdacht wirkt das Design des NC-10. Die Arbeitsoberfläche ist in einem schwarzen, rauen Lock gehalten, die keine Fingerabdrücke zulässt. Einzig allein ist der Displaydeckel in schwarzen Pianolack gehalten und bewirkt damit einen Hauch von Luxus und Lifestyle. Rund um den unteren Gehäuseteil sitzt eine silberne Leiste, in dem zum Teil die Anschlussmöglichkeiten, sowie die Statuslichter siten. Der Powerknopf ist im rechten Displayscharnier untergebracht. Gute Lösung. Diese sind übrigens auch in der gleichen silbernen Farbe, wie die Umrandung. Alle Ecken und Kanten sind abgerundet und geben dem NC-10 ein modernes, edles Design, dass aber auch schnell als "kindlich" empfunden werden kann. Hier kommt es also wieder auf den individuellen Gechmack des Betrachters an.(5/5)

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Ergonomie/Eingabegeräte

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Sollten potentielle Käufer allerdings Bedenken haben, die geringe Größe von nur 10,2" könnte Schwierigkeiten im Bereich der Eingaben bewirken. Muss man ihnen leider zum Teil Recht geben. Wir raten gleich an dieser Stelle an einem Ort ihrer Wahl, das Samsung NC-10 oder ähnliche Netbookmodelle auszuprobieren. Vergleichende Fotos wurden erstellt, um den massiven Unterschied zwischen 15,4" (hier ein Samsung R560 Madril) und 10,2" zu vermitteln (Nc-10). Aber zurück zu unserem Testmodell. Zwar sind die Tasten und Abstände an die allgemeine Größe angepasst, dennoch können wir auch längere Texte ohne Probleme, zielsicher eingeben. Man ermüdet aber natürlicherweise schneller als vor größeren Modellen. Angenehmer Hub der Tasten und sehr fester Druckpunkt, vermitteln, gepaart mit dem leisen Anschlag ein durchwegs angenehmes Tippgefühl.
Das Touchpad allerdings muss leichte Kritik in Kauf nehmen. Leider ist es etwas zu klein geraten, was durch die interne Scrollbar verstärkt wird, die ungefähr eine Fingerspitze der rechten Seite in Anspruch nimmt. Oft erwischten wir uns beim surfen im Internet dabei, wie unsere Finger neben dem Touchpad glitten. Es fehlt einfach an einer klaren Abgrenzung zwischen Eingabebereich und Arbeitsfläche. Die Maustasten sind auch sehr, sehr klein geraten und wurden anstelle von zwei Tasten, von einer einzigen Wippe ersetzt. Als optimale Lösung können wir dies leider nicht sehen, kommt es doch des Öfteren vor, dass die rechte Maustaste verfehlt, oder anstelle die Wippenmitte gedrückt wird. Insgesamt dennoch gute und brauchbare Eingaben. (4/5)

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Ausstattung

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Die Ausstattung gehört nicht zu den Stärken des NC-10 @nynet. VGA, 3x USB 2.0, RJ-45 LAN, 3in1 Cardreader, Kesington Lock, Audio-In, Mic-In, D/C- In und das wars. Sicherlich wäre zumindest ein weiterer USB Port nützlich gewesen, wenn schon kein Optisches Laufwerk verbaut ist. Hier sind also nur die wichtigsten und knappsten Basics verbaut. Dennoch sei positiv zu vermerken, dass die RAM Abdeckung ohne Probleme entfernt und der Arbeitsspeicher aufgerüstet werden kann. Alles weitere leigt aber leider unter der gesamten Gehäuseabdeckung, womit die Festplatte nur mit viel Aufwand ausgetauscht werden kann. Leider Punktabzug. Als nettes Gimmick ist auch eine Webcam im Displaydeckel eingefasst, die trotz der geringen Größe brauchbare Fotos und Videos produziert. (3/5)

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Display

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Der Displayrahmen ist im gleichen Lock wie die Arbeitsoberfläche und das Display ist sehr zu unserer Freude matt gehalten. Somit kann unser schicker, kleiner Freund auch draußen genutzt werden, ohne von Spiegelungen und Reflexionen übersät zu werden. Im Übrigen konnten wir gute Helligkeitswerte von durchschnittlich 200 cd/m² feststellen. Auch der Kontrast ist gelungen. Bei 350:1 sieht man satte Farben, reines Weiß und tiefes Schwarz. Insgesamt erweist sich das Display also als eine große Stärke des Samsung Winchester, was auch der Blickwinkelunabhängigkeit zuzuschreiben ist. Ein Invertieren tritt erst bei übermäßig großen Winkeln ein. (5/5)

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Emissionen und Verbrauch

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Blickt man aus heutiger Sicht, nach circa einem knappen Jahr auf die Entwicklung und die Standards, die sich nach der Einführung der Netbooks etabliert haben, kann man eines gewiss sagen: Danke für diese neue Dimension der Mobilität. Dies gilt natürlich auch im Hinblick auf die Preisregion. Bereits ab 300€ sind nun Laufzeiten von über 4 Stunden überhaupt keine Seltenheit mehr. Was vor allem bei Samsungs NC-10 Winchester zutrifft. Mit aktiviertem Energiesparmodus und Silent Mode, bei dem der Prozessor auf einer festgelegten Spannung und Taktung bleibt und damit "Lüfterlos" arbeitet werden kann, werden mit einer mittleren Helligkeit und aktivierten WLAN in Verbindung mit normaler Internetnutzung, unglaubliche 7 Stunden erreicht. Selbst im "worst case"(Höchstleistung, Internet, Kopiervorgang, Mediaplayer, maximale Helligkeit, etc.) kann mit einer vollen Akkuladung die 4 Stunden- Marke geknackt werden. Möglich ist dies mit einem sehr geringen Stromverbrauch der Komponenten; der Intel Atom N270 bleibt unter 3 Watt; Chipset Intel i945 GSI liegt bei weitem höher mit ungefähr maximalen 13 Watt. Deswegen sitzt auf Desktop Atom- CPU Systemen der Lüfter hauptsächlich nur auf der Nothbridge. Diese Werte werden von unseren Messungen bestätigt. Hier eine Liste:

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Messungen Stromverbrauch

Messgenauigkeit: +/- 1 Watt

Der Prozessor ist auf maximal 99°C Grad ausgelegt, erreicht im NC-10 aber nur maximal 51°C Grad während des gesamten Testverlaufs. Trotz der vielleicht schlechtem Wirkungsgrades, wodurch fast das doppelte an Strom in die Rechnung kalkuliert werden muss, hier also maximal 36 Watt, liegt der Verbrauch aber immer noch weit unter dem, was sogar manch größere Notebooks im Idle- Modus verbrauchen. Auch wenn die Fähigkeit zur hohen Mobilität vielen Herstellern und Chipentwickler ein Dorn im Auge ist, und von Intel zum Beispiel die Netbooks weiterhin als Notebook für Kinder eingeschätzt wird, ist es die am längsten ersehnte Fähigkeit eines mobilen Computersystems, die nun natürlich ihre Käufer gefunden hat und damit ganz natürlich die Verkaufszahlen von Notebooks größerer Ordnung einbrechen lässt.

Die Lautstärke kann als solche kaum bezeichnet werden. Im Normal Mode und aktivierten "Ausgewogenem Modus" springt der Lüfter in Abständen von 5 Minuten in der niedrigsten Stufe an, um seinen Dienst zu verrichten, was sich mit 27dB äußert. Säuselt nur die Festplatte vor sich hin sind es sogar nur 24dB. Maximal schafft der kleine Begleiter unter Vollast 30dB, was sich mit einem hochfrequenten Heulen äußert. Ein besonders angenehmes Geräusch ist es nicht, deswegen ist es gut, dass es nur bei absoluter Stille vernehmbar ist. Im Beisein unseres "Silent" Desktops konnten wir keine Geräusche mehr vom NC-10 vernehmen. Genauso lobenswert wie Stromverbrauch und Lautstärke sind die entstehenden Emissionen. Die Oberseite erreicht punktuell, maximal 34°C im Touchpadbereich. im Durchschnitt aber keine 30°C. Die Unterseite ist geringfügig wärmer bei einem punktuellen Höchstwert von ebenfalls 34°C Grad aber durchschnittlich 32°C Grad. Verkochte Schenkel werden einem also nicht bereitet.

Hiermit können wir diese Rubrik mit einem großen Lob an den Hersteller Samsung schließen, der sich hier keine Fehler oder Patzer erlaubt hatt. Volle Punktzahl für das Winchester. (5/5)

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Leistung

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Wie man aus dem Screenshot entnehmen kann, handelt es sich beim verbauten Prozessor um einen Intel Atom N270, der mittlerweile jedem bekannt sein dürfte. Der Atom zeichnet sich durch seine geringe Leistungsaufnahme aus, die bei winzigen 2,5 Watt liegt. Zum Verständnis - ein P8400 der bereits auch als "stromsparender CPU" bezeichnet wird, hat eine maximale thermische Verlustleistung von 25 Watt. Natürlich kann man die Leistung zwischen beiden nicht vergleichen, dennoch haben wir aber einen P- Prozessor in unsere Tabelle mit einbezogen, um für Vergleichsmöglichkeiten zu sorgen. Hier einige CPU Infos.

Um Hyper- Threading (HTT) etwas plumb zu beschreiben, handelt es sich bei einem Prozessor, der diese Fähigkeit besitzt um einen "synthetischen Dual Core". Sprich, Parallelverarbeitung auf ein und der selben Ebene. Wobei es sich natürlich nicht um vollwertige "Kerne" handelt. Vielmehr wir die Arbeit, die ein Prozessor zu verrichten hat, intelligent und je nach Größe und Eigenschaft des Datensatzes, verschiedenen Pipelines im Kern zugeteilt, die diese Aufgabe sozusagen "vorziehen", "nebenbei durchschleusen". Denn im Gegensatz zu einem echten Multi- Core CPU, müssen sich hier alle verarbeitende Teile des Kerns geteilt werden, wie z.B. ALU, und FPU. Hyper- Threading ist im Übrigen auch abhängig von dem, was zu es zu verarbeiten gilt. Wie man am Vergleich zu einem i5 und i7 -beide auf dem Socket 1156, gleiche Kernzahl, i5 aber ohne HT- bietet HT in manchen Anwendungen und vor allem in synthetischen Benchmarks einen großen Leistungsvorteil. Dennoch ersetzt HT noch lange keinen echten Kern. Sollte also irgendwann einmal die Frage aufkommen, ob sie einen Quad- Core oder lieber einen Solo- Core mit HT nehmen sollen, dann dürfte es klar sein, was zu kaufen ist. Dies gilt also auch für einen Intel Atom der 300er Serie, die mit einem weiteren echten Kern daher kommen. Um ein wenig die Leistung vergleichen zu können eine Liste, mit NC-10, R560 als Referenz und einem Ultra- Low Voltage Modell.

  NC-10(N270) X420(SU4100) R560 Madril(P8400)
RAM Lesen 3656 MB/s 5183 MB/s 6596 MB/s
RAM Schreiben 2794 MB/s 4176 MB/s 5640 MB/s
RAM Kopieren 2353 MB/s 4041 MB/s 4726 MB/s
RAM Verzögerung 106,4 ns 103,5 ns 84,5 ns
CPU Queen 3583 5467 9523
CPU Photoworxx 2280 5661 8623
CPU ZLib 8361 KB/s 16714 KB/s 29072 KB/s
CPU AES 1823 4816 8364
FPU Julia 769 2397 4169
FPU Mandel 142 1232 2144
FPU SinJulia 283 642 1115

Wie man sieht ist das Samsung Winchester leistungstechnisch unter einem CULV und einem Gamer Notebook, wie dies zu erwarten war. "Netbook- Leistung" ist mittlerweile einem gängigen Begriff geworden. Doch was heißt das denn nun genau? Zuerst eine weitere Tabelle. Diesmal ein Acer Revo mit N230, und ein Subnotebook von 2005.

  Samsung NC-10 (Atom N270) Acer Revo (Atom N230) Siemens S7010 (Celeron 725)
RAM Lesen 3656 MB/s 3683 MB/s 2337 MB/s
RAM Schreiben 2794 MB/s 2841 MB/s 2087 MB/s
RAM Kopieren 2353 MB/s 2369MB/s 1576 MB/s
RAM Verzögerung 106,4 ns 102,0 ns 121,1 ns
CPU Queen 3583 3775 3126
CPU Photoworxx 2280 2364 2192
CPU ZLib 8361 KB/s 8342 KB/s 9808 KB/s
CPU AES 1823 1835 2843
FPU Julia 769 779 640
FPU Mandel 142 143 300
FPU SinJulia 283 284 363

Das etwas bessere Abschneiden des N230 ist zum einen durch das Betriebssystem Windows Vista, zum anderen durch den ION- Chipsatz zu begründen. Beide Prozessoren unterscheiden sich rein am Datenblatt, durch die Spannungswerte und damit der Leistungsaufnahme und der fehlendem 64 bit Unterstützung seitens des N270. Passmark vergibt daher ähnliche Punkte für unser NC-10.

Passmark

240 Passmark Punkte. das sind 20 Punkte mehr wie der Revo, aber ganze 282 Punkte weniger wie ein CULV System. Allerdings kostet dieses aber locker zwei Mal so viel. Ein Siemens S7010 von 2005 kommt auf 260 Punkte, ist quasi vom Anwendungsspeed gleich auf. Wer also immer noch sagt, mit den "kleinen Dingern könne man nicht arbeiten" liegt also komplett falsch, und hat einfach keine Ahnung. Office, Internet und gängige Dateioperationen unter Windows - alles kein Problem. Natürlich muss man abwägen, welcher persönliche Schwerpunkt gesetzt ist. Möchte man ein Notebook, das höchst mobil, klein und langläufig ist, und Leistung nur nebensächlich ist, für den kommt ein Netbook gerade recht. Für Anwender mit größerem Leistungsbedarf, bleibt nur der Griff zu einem potentem CULV System, oder einem Kompromiss zwischen Größe, Akkulaufzeit und Leistung.

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Fazit

Wer nicht viel Geld in der Tasche hat, aber nicht auf ein absolut gelungenes Produkt verzichten will, bei welchem die Glanzpunkte auf Mobilität und guten Display verteilt sind, der sollte sich auf gar keinem Fall das Samsung NC10 Winchester @nynet entgehen lassen. Dieses Produkt ist uneingeschränkt als Marathonläufer an Personen weiterzuempfehlen, die einfach nur Office Anwendungen und Internet nutzen wollen. Nach wie vor: Kauftipp!

Testergebnis: SEHR GUT

Preis/Leistung: GUT

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