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Mobiler Gentleman aus vergangener Zeit

s7010

Sie sind verwirrt was Leistungsdaten angeht? Kein Problem. Im heutigen Test zeigen wird ihnen was es heißt, ein Netbook leistungstechnisch einzuschätzen. Denn soviel sei gesagt: Notebooks der Spitzenklasse von 2005 ähneln ihnen sehr. So wie dieses. Ungefähr für 200€ muss man bei Ebay einrechnen, um es seins nennen zu dürfen. Verlockend doch erfüllt es auch noch heute seinen Dienst und wird es den Ansprüchen gerecht?

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Fujitsu- Siemens Lifebook S7010

Design/Verarbeitung

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Im Jahre 2005 musste sich das Lifebook S7010 gegen seinen großen Konkurrenten, dem IBM Thinkpad T41 behaupten. Was das Design angeht kann es mithalten. Der Displaydeckel ist aus Aluminium und schwamm ebenso im Trend wie alle anderen Hersteller, was diese Farbgebung angeht. An dessen Vorderseite ist ein kleiner schwarzer Streifen mit Klarlack Überzug angebracht, und harmoniert so mit der Unterseite des Notebooks. Dort ist die Arbeitsoberfläche in Anthrazit gehalten und von Silberstreifen umrandet. Allerdings zeigt sich dort auch ein Stimmungskiller, der aber durchaus aktuell erscheint, verfolgt man denn Trend von Weiß in diesen Tagen. Die Tastatur ist heute eine Fläche aus undefinierbarem Grau-, Beige-, Gelb- und Grüntönen, was sich als ursprünglich hübsch Weiß herausstellte, als es gefertigt wurde. Tja, Schönheit ist vergänglich. Dennoch erscheint es immer noch seriös und in einem gewissen Maße modern. Was auch der Größe von nur 14" Zoll zu verdanken ist. Zudem ist es unglaublich leicht mit gerade einmal 1,78 kg.

In Sachen Verarbeitung bracht sich Siemens Lifebook nicht zu verstecken. Alles wirkt hochwertig und edel und überzeugt in Sachen Stabilität vor allem beim Arbeitsbereich. Nur über der Festplatte, also am Ort des rechten Handballens, kann ein leichtes Nachgeben vernommen werden. Der Displayrahmen macht da keine so gute Figur. Mit Leichtigkeit konnten wir die Ecken hin und her verwinden. Bei Druck von oben auf den Deckel konnte man zwar das Aluminium leicht eindellen, aber es zeigt doch ein gewisses Maß an Stabilität. Kurz, trotzdem ein noch gutes Resultat. (4/5)

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Ergonomie/Eingabegeräte

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Auch auf einer grauen, vergilbten lässt es sich gut schreiben. Im Bereich Ergonomie der Eingabegeräte leistet sich das S7010 keine Patzer. Die Tasten der Tastatur haben einen klaren, deutlichen Hub und einen angenehmen Druckpunkt. Lautstärke ist der Tastenfläche ebenfalls ein Fremdwort; Selbst bei härterem Anschlag. Kurz gesagt, lässt es sich hervorragend schreiben, da sich die Tasten bei 14" Zoll auch noch keiner neuen Größenordnung anpassen müssen, somit hat Fujitsu ein einfaches Standardlayout gewählt, das die gesamte Breite des Notebooks einnimmt. In der Mitte der Tastatur ist auch ein Trackpoint eingebaut, der sich ebenfalls mit etwas Übung sehr gut bedienen lässt.

Das Touchpad hat nur ein ganz leichtes Defizit, das nur bei gefühlvollen Fingern erkennbar sein wird. Bei leichtem Druck auf die Touch- Oberfläche, oder Klick- Bewegungen mit dem Finger, hat ein leichtes Nachschwingen erfühlt werden. So als wenn das Pad einen nur sehr leichte Befestigung besitzt. Es kann aber durchaus sein das dies eine Alterserscheinung des Notebooks ist. Ansonsten lässt sich der Cursor gut über den Desktop bewegen. Bei schnellen Manövern bemerkt man aber ein leichtes Nachschwimmen des Zeigers, was aber nicht sonderlich stört. Sehr gute Tastatur und ein gutes Touchpad. Schon mal gute Voraussetzungen für den Arbeitsplatz. (4/5)

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Ausstattung

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In der Ausstattung kann das Siemens Lifebook leider nicht glänzen. Mic/In, Line/In, Line/Out, PCMCIA- Slot, IEEE 1394 Firewire, VGA- Port unter einer kleinen Klappe, und DC/In auf der linken Seite, sowie ein Optisches Laufwerk auf der Rechten mit Kesington Lock, RJ-11 Modem, und ein USB- Port. Hinten findet man zu zwei weiteren USB- Ports, die leider etwas eng beieinander liegen, ein RJ-45 LAN Port. Mehr findet man nicht. Somit sind wirklich nur die nötigsten Ports zu erreichen. Dennoch muss man den Docking- Port auf der Unterseite lobend erwähnen, sowie die einfach Handhabung mit dem optischen Laufwerk. Mit einem kleinen Hebel kann dieses zum Austauschen oder Reinigen, einfach aus dem Gehäuse geschoben werden. Trotzdem nur ausreichende Wertung. (2/5)

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Display

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Leider kann das 7010 auch nicht im Bereich des Display für Überzeugung sorgen. Zwar ist es entspiegelt/matt, aber leider etwas dunkel. Ca. 169 cd/m² sind für ein Office- Notebook ein schlechter Wert. Man kann es sehr gut im inneren benutzen, doch sobald die Lichtquelle intensiver wird, streikt die Anzeige. Deswegen erscheint das Invertieren des Displays subjektiv extremer, als es in Wirklichkeit ist, denn dies lässt nur ein im vertikalen Bereich von den guten Werten ab. Erkennen kann man dies den Fotos. Die Kontraste liegen in einem durchschnittlichen Wert von 200:1. Weiß ist etwas grau, Schwarz aber dunkel genug. Wer große Displays zum arbeiten gewohnt ist, wird mit dem Lifebook keinen Spaß haben. 1024 x 768 sind in der heutigen Zeit weit unterbemessen. Zwei Ordner und... das wars. Mehr wird zur Scroll- Qual. Hier nur ausreichende Ergebnisse. (2/5)

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Emissionen und Verbrauch

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In Anbetracht dessen, dass der Prozessor, sowie der Chipsatz in 90 nm Gefertigt sind, ist die Hitzeentwicklung relativ normal. Im Bild oben sieht man die Temperaturen in in °C nach 3 Stunden Betrieb. Wie zu erwarten beträgt der höchste Wert 38 °C punktuell am Lüfterausgang, in der Höhe des Prozessors. Die Unterseite zeigt höhere Werte. Dort liegt der Durchschnitt bei 39 °C und als Topmessung 42 °C ebenfalls auf der Höhe der CPU. Man sollte sich also besser mit einer Jenas bewaffnen, wenn man ihn als Schoßtier benutzen möchte.

Erfreuliche Nachrichten gibt es im Bereich der Lautstärke. Hier eine kleine Liste der verschiedenen Werte.

Energiesparmodus/Ausgewogen 600-800 MHz

Max. Leistung/Dauerbetrieb 1600 MHz

Die Ergebnisse scheinen relativ hoch, doch hier sei angemerkt, dass der Lüfter ein tiefes Rauschen von sich gibt, und bei weitem weniger laut erscheint, wie die Festplatte mit gerade einmal 25-27 db. Arbeitet man an diesem Notebook, haben wir meistens den Ausgewogenen Modus bevorzugt. Zum einen machten sich die 1,6 GHz kaum bemerkbar und außerdem, erwies sich dieser Modus als leisester, und war immer noch flott genug, um alle Office Arbeiten zu erledigen. 44,6 db können nicht im einfachen, alltäglichen Gebrauch des Lifebooks erreicht werden. Im Benchmark (Passmark) wurde die höchste Lüfterstufe nur in der maximalen Auslastung aller Komponenten erreicht, und wurde zudem nur ungefähr 3 Sekunden lang gehalten, um wieder auf 38 db zu fallen. Also muss man der Fairness zu liebe sagen, dass es sich um ein leises Arbeitsutensil handelt.

Nun, wie sieht es beim Verbrauch aus? Hier müssen wir leider sagen, dass es uns nicht ganz überzeugt hat. Zuerst die Daten, anschließend erklären wir warum.

Verbrauch (Ausgewogen/Energiesparmodus)

Verbrauch (Max. Leistung)

Das S7010 schlägt auf keinen Fall ein klaffendes Loch in den Geldbeutel. Die einzige Kritik, die wir aber anmerken wollen ist, dass derartige Werte heute ungefähr denen von Intels Core 2 Duo P8400 nahe kommen. Oder sogar unterboten werden. Das Leistung/Energieverbrauch- Verhältnis lässt zu wünschen übrig. Bestätigt wird dies auch von Sandra09 im Bereich Energieeffizienz. Dort liegt der Celeron M 725 sogar hinter seinem kleinen Bruder den M 715.

Sandra 09 Energieeffizienz 1 | Sandra 09 Energieeffizienz 2 | Sandra 09 Energieeffizienz 3

Die Akkulaufzeit beträgt ungefähr 2 Stunden und 20 Minuten bei normaler Benutzung und reduzierter Helligkeit des Bildschirms. Wie man aber bei den Werten von Everest ablesen kann, besitzt unser Testmodell einen Verschleiß von ungefähr 9 Prozent. Ist man also stolzer Besitzer von einem brandneuen Akku, sind höhere Laufzeiten möglich, um damit die 3 Stundenmarke zu knacken. Für ein derart altes Notebook, gleichen diese Werte eher einem 1 Jahr alten Notebook. Hier darf sich Fujitsu- Siemens auf die Schulter klopfen. Der Hersteller hat die Ladetechnik etwas verändert, um den Akku zu schonen. Ist der Ladezustand über 60% und das Netzkabel ist eingesteckt, wird somit der Akku erst beim Unterschreiten dieses Prozentsatzes geladen. Im Netzbetrieb wird der Akku also einfach ignoriert und so geschont. Aber man ahnt es. Alles Gute, hat auch eine Schlechte Seite, und umgekehrt. Muss man schnell mobil sein und der Akku befindet sich bei 64%, muss man es solange weiter entladen, bis 60% unterschritten werden. Schnell unterwegs mit vollem Akku - Pustekuchen. Das Netzkabel ist im Übrigen angewinkelt. Pluspunkt. Insgesamt eine gute Note. (4/5)

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Leistung

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Wie bereits zu Beginn des Berichts wollen wir nun zeigen, wie sich das Lifebook S7010 gegen ein Netbook schlägt und warum dieser Vergleich überhaupt möglich ist. Die Unterschiede der einzelnen Daten über CPU und GPU gibt es in diesem Vergleichsbild. Hier die Tabelle der Leistungsdaten in Everrest Ultimate.

Everrest Ultimate v.5.30

  Siemens S7010 (Celeron 725) Samsung NC-10 (Atom N270)
RAM Lesen 2337 MB/s 3656 MB/s
RAM Schreiben 2087 MB/s 2794 MB/s
RAM Kopieren 1576 MB/s 2353 MB/s
RAM Verzögerung 121,1 ns 106,4 ns
CPU Queen 3126 3583
CPU Photoworxx 2192 2280
CPU ZLib 9808 KB/s 8361 KB/s
CPU AES 2843 1823
FPU Julia 640 769
FPU Mandel 300 142
FPU SinJulia 363 283

Wie man sieht ist die Plattform aus DDR2, Intel Atom und Intel 965GMI Chipsatz in manchen Bereichen schneller als die "alte" Plattform aus 855GME, DDR, und Intel Celeron. Nimmt man es allerdings ganz genau schneidet der Celeron 725 besser ab, als der Intel Atom N270, obwohl er ein Solo Core ist. Dies rühmt daher: Der Intel Atom besitzt den Vorteil neuer, technischer Verfahren wie SSE3 und SSSE3, was die Punkte im Testverfahren CPUQueen in die Höhe schnellen lässt. Im CPUPhotoworxx wird deutlich, dass der Atom nur dank seines flotteren Arbeitsspeichers etwas mehr Punkte zustande bringt, bei maximal 2 Threads. Der Integer Test CPUZLIB hingegen zeigt hingegen, was passiert wenn diese Barriere nicht vorhanden ist. Der Celeron rechnet hier "schneller", kryptografisch ebenfalls bei CPUAES. Der Atom kann auch nur wegen seiner etwas neueren Ausstattung bei der Floating - Point- Unit JULIA punkten. Geht es aber um technische Fähigkeiten, die bei beiden vorhanden sind und damit genutzt werden können, zeigen FPUMANDEL und FPUSINJULIA deutlich, dass der Celeron hier die Nase vorne hat. Das der Intel Atom Schwächen offenbart kann an dem geringerem L2- Cache- Volumen von nur 512 KB und dem kleineren L1- Cache von 32 KB liegen. Außerdem vermuten wir, dass der Synthetische Dual Core in blanken Rechnungsbenchmarks wie in den FPU- Tests(Fraktalberechnung, "Apfelmännchen", Frame für Frame zu einer geometrischen Form)eher hinderlich, als zur Leistung beitragend zu bezeichnen ist. Gefühlter Unterschied zwischen beiden Systemen: Null. Dies wird auch so vom Benchmarktest Passmark gesehen. Vergleichsbild.

Passmark (V7.0)

Die 2,5" Zoll IDE Festplatte hat wirklich sehr schlechte Lese- und Schreibwerte von nur 23-25 MB/s. Der heutige Standard ist ungefähr 45-50 MB/s. Was also 2005 zur Spitzenklasse gehörte, ist heute immer noch eine gute, solide Leistung, die für alle Office- Aufgaben gewappnet ist, aber an die allerdings keine allzu großen Ansprüche mehr gestellt werden sollte. Somit ist das Lifebook S7010 zu einer guten 14" Zoll großen "Netbook- Alternative" degradiert geworden. Abschließend wollen wir ihnen die Sandra09 Ergebnisse zeigen, indem der AMD Turion ML-37 aufgelistet ist -angelehnt an unseren zweiten Kandidaten von 2006, dem dv5000 von HP- um die Leistung des Prozessors besser eingrenzen zu können.

Sandra09

Solide, durchschnittliche Office- Leistung.(3/5)

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Fazit

Was kann man nun abschließend zu dem Fujitsu- Siemens Lifebook S7010 sagen? Es ist ein in der Wertung ein noch gutes Notebook, mit sehr guten Mobilitätseigenschaften. Bestärkt durch 14" Zoll, nur 1,79 Kg und einer Laufzeit von über 2 Stunden. Als Office- System, sowie zum Surfen, reicht die Leistung locker aus. Hat man jedoch viel mit Daten zu tun, sowie dessen Verwaltung, ist die Festplatte ein waschechter Flaschenhals mit 25 MB/s Lesen und Schreiben. Außerdem muss man sagen, dass der Verbrauch rund 100% über dem liegt, was heutige mobile Systeme leisten können, und dabei verbrauchen. Trotzdem ist es gewissermaßen ein echtes Schnäppchen, bedenkt man, dass es für 200€ mit Versand- und Zahlungskosten gekauft werden kann.

Allerdings bekommt man für 100€ mehr ein 15" Zoll Acer Extensa 5620 ohne Betriebssystem, oder ein Netbook der Firma Lenovo von 8,9" bis 10,4" Zoll. Wer unbedingt ein großes Notebook braucht, kann für 200€ mehr bedenkenlos zum Asus X5DJ greifen und bekommt einen echten Knaller, was Laufzeit, Leistung und Ergonomie betrifft.

Wer also nicht viel Geld hat und über die Alterserscheinungen hinweg sehen kann, der bekommt einen mobilen, leisen, schicken Gentleman aus dem Hause Fujitsu- Siemens für ungefähr die Hälfte was ein heutiges Netbook kostet.

Ergebnis in Relation zur Rubrik Netbooks/Low- Cost

Testergebnis: GUT

Preis/Leistung: SEHR GUT

ergebnis in Relation zur Rubrik Office

Testergebnis: Mangelhaft

Preis/Leistung: SEHR GUT

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