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HP ProBook 4720s WS719EA

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7.) Emissionen, Stromverbrauch und Akkulaufzeit

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Um gleich ein wenig Spannung vorwegzunehmen: Dieser Testabschnitt lag dem HP ProBook 4720s besonders gut. Vorweg noch ein paar Informationen zur Energie. Das Notebook wird mit einem 90Watt Netzteil (19 Volt bei 4,72 Ampere) ausgeliefert, das eine gute Kabellänge und Größe aufweisen kann. Der Stromstecker für das Notebook ist dabei gerade geformt. Ist das Netzteil mit der Steckdose verbunden und muss den Akku nicht laden, zieht es kaum mehr als 1 Watt aus der Steckdose. Energielieferant für den mobilen Einsatz ist dabei ein mächtiger Li-Ion 8 Zellen Akku mit 73Wh, bzw. einer Kapazität von 5200 mAh bei 14,4 Volt Spannung. Soll dieser geladen werden, muss das Netzteil am meisten leisten und zieht dafür 69,0 Watt bis 72,0 Watt aus dem heimischen Stromnetz, wobei diese Werte natürlich mit dem Ladezustand des Akkus immer weiter sinken. Die erzeugte Blindleistung beträgt dabei 76,0VA, was dem guten Leistungsfaktor von 0,91 zu verdanken ist. Die Stromversorgung ist so wirklich vorbildlich geschaffen worden: kein Spulenfiepen und keine hohe Emission mit maximal 37,2°C.

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Das Testverfahren beginnt mit dem Ruhezustand des Notebooks (Idle). 18,9 Watt werden benötigt, um das System zu betreiben, was uns der HP Power Assistant bestätigen kann. Mit 24,6 dB ist es in diesem Zustand kaum wahrzunehmen, nur die Festplatte lässt einen ab und zu bemerken, dass etwas auf dem Tisch steht. Mit dem Programm Prime95 ermittelten wir den Stromverbrauch bei maximaler CPU Auslastung. Das Ergebnis: 54,2 Watt bei knapp 70°C CPU Temperatur. Allerdings wird es mit 35,2 dB dann schon deutlicher zu vernehmen. Das entstandene Geräusch lässt sich besten mit einem tiefen Heulen beschreiben. Beim absoluten Stresstest mit Prime95 und Furmark v1.7.0 (Load) erreichte der Strommesser die Marke 62,0 Watt, bei 71°C CPU Temperatur und deutlichen 38,6 dB. Hier merkt auch ohne Fachkenntnisse, dass sich das ProBook nicht wohl fühlt und lieber wieder mit schwächeren Aufgaben gefüttert werden will. Die Grafikkarte allein begnügt sich übrigens mit 36,0 Watt bis 47,6 Watt und sorgt auch für den höheren Gesamtverbrauch von exakt 20 Watt im Vergleich zum Samsung P530 mit Intel HD GPU. Hier lässt sich also auch absolut nichts bemängeln. Das Bild über diesem Absatz zeigt die Temperaturemission während des Load- Tests bei einer Raumtemperatur von 20°C. Der Bereich um den Lüfterausgang und darüber, sowie beim Touchpad erwärmte sich nur sehr leicht - Peak 28,9°C. Die Unterseite ist rund 10°C Grad wärmer als die Oberseite und erreicht hier sogar einen Spitzenwert von 42,1°C, durchschnittlich aber nur 34,5°C. Die Oberschenkel bleiben so auf alle Fälle schön warm.

Einen großen Kritikpunkt macht dennoch der Lüfter des Systems aus: Beansprucht man das Notebook etwas mit Installationen oder Streaming heult der Lüfter auch bei Akkubetrieb immer wieder nervend auf - dabei beschleunigt er auf eine gewisse Drehzahl und schaltet sich dann erneut ab. Doch dieses recht lange Geräusch erinnert stark an einen startenden Jet, wenn auch nur dezent mit 33dB - möglicherweise verhilft ein BIOS Update bald Abhilfe.

Die Lautsprecher können ordentlich laut werden - über 90dB sind sogar für kleinere Räume noch ausreichend. Wäre die Klangqualität noch um etwa 500% besser, wäre die Stereoanlage bald auf dem Trödelmarkt. Leider sind die Höhen überbetont, und die Mitten des Sound schrill und klirrend. Von Tiefen keine Spur.

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Nun aber die Akkulaufzeit. Gleich zu Beginn führten wir einen "Realtime"- Test durch, was bedeutet, dass wir uns samt Notebook in einen Stuhl setzten, verschiedene Dateien kopierten, Office- Dokumente erstellten und uns viel im Internet bewegten - ein typischer Tag vor dem Computer eben. Ermittelten wir Idle (min. Helligkeit, WLAN aus) noch eine Akkulaufzeit von 6 Stunden 23 Minuten, staunten wir nicht schlecht, als dieser Wert einfach nicht um die Stufen fiel, wie wir uns dachten. Der Monitor befand sich auf voller Helligkeit, Energieeinstellung auf Höchstleistung und das WLAN empfing freudig Datenpakete: ganze 3 Stunden 40 Minuten - für einen 17,3" Zoller, wohl gemerkt. Nach 45 Minuten (Everest).

Akkulaufzeit Everest

Fairer Weise müssen wir aber sagen, dass wir uns hauptsächlich auf Internetseiten bewegten, die keine Streaming Videos oder viele Flash- Animationen beinhalteten. Ist dies nämlich der Fall, sagt das 4720s nach 2h bis 2h 30min dem Dasein Lebewohl. Verlangt man dem Business- Book alles von seinen Komponenten ab, melden sich die 35 Watt TDP des Prozessors deutlich zurück - 1 Stunde 30 Minuten. Die Entscheidung HPs einen 73Wh Akku selbst in die Basiskonfiguration des Notebooks beizulegen, hat sich also mal richtig gelohnt. Wir sind begeistert, geben dem HP ProBook 4720s alle Punkte in dieser Kategorie und machen weiter mit der installierten Software. (5/5)

Datenzusammenfassung

 

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