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Büromonster mit Bronchitis

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Acer schickt mit dem Travelmate 7730 einen 17" Zoll Boliden mit T6670 auf den freien Markt. Ob 650 bis 750 Euro ausreichen, um dafür ein gutes Desktop- Replacement Notebook zu bekommen und was es mit dem Titel auf sich hat, erklären wir ihnen im Verlauf des heutigen Testberichts.

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Acer Travelmate 7730- 663G25N XPP/VB

Design/Verarbeitung

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Nachdem wir voller Spannung den Acer Travelmate aus seinem Verpackungsmaterial befreit hatten, und nur kurz das Zubehör überflogen, um das erste Mal das Display aufzuklappen -ein besonderer Moment für jeden Hardwarefreak- schoss sofort aus unseren Mündern hervor: "Oh... ein Notebook...".

Nein im Ernst. Der Anblick, den das Acer Travelmate 7730 bietet ist sehr kurz formuliert: unspektakulär. Arbeitsumgebung und Displaydeckel sind mit einem matten, leicht glitzernden, anthrazitfarbenen Finish überzogen und bieten ein angenehmes Berührungsgefühl, z.B. bei den Handballen. Allerdings ist das dort verwendete Plastik sehr anfällig für Kratzer, nicht aber für Fingerabdrücke. Menschen, die es gerne sauber haben, werden sich hier sicherlich freuen. Allerdings ist dies das einzige was ihn allein vom Material von seinem kleinen Billig- Bruder unterscheidet. Denn die restlichen Oberflächen des 17 Zoll Notebooks bestehen aus einem billig wirkenden, aber sehr festen und robusten, schwarzgrauen Hartplastik. Wie auch den Bildern entnehmen kann, wirkt dass 7730 unauffällig, solide und schlicht und trifft somit genau den allgemeinen Office- Stil.

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In der Verarbeitung erlaubt es sich nur wenige Fehler. Der Bereich um das Touchpad und des Ziffernblocks lässt sich für unseren Geschmack zu sehr durchbiegen. Klar: unter dem Ziffernblock liegt das optische Laufwerk; unter einem Teil des Touchpads die Festplatte und die Cardreader-Platine. Diese Bereiche sind nicht weiter mit Verstrebungen verstärkt, und allein das Plastik muss die gesamte Kraft tragen. Der Mesh-Bereich der Lautsprecher am oberen Rand in Richtung Display macht es da schon besser. Hier erkennt man nur ein sehr leichtes Nachgeben. Auch ein leises Knarren ist dabei zu vernehmen. Trotz dieser Defizite und in Anbetracht des Preises, gehört das Travelmate aber zu einen der stabileren Notebooks am Markt, und wird mit Sicherheit auch den nächsten Börsencrash in Verbindung mit einem cholerischen User überleben. Das Kurzfazit für Verarbeitung ist damit gut. (3/5)

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Ergonomie/Eingabegeräte

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Die Eingabegeräte hinterlassen einen nicht ganz so guten Eindruck, wie sonst von Acer gewohnt. Die Tasten der Tastatur besitzen einen sehr festen Druckpunkt, was anfangs etwas gewöhnungsbedürtig erscheint, was nach längerer Benutzung kein Problem mehr darstellt. Die Tasten sitzen aber etwas wackelig und vermitteln eher etwas "Graziles". Dies liegt an der Tastenaufhängung. Wie sonst bei teureren Modellen, sind die Tasten nicht an Metallaufhängungen angebracht sondern nur an Plastikklammern. Wer aber behutsam mit dem Travelmate umgeht, wird dieses Manko sicherlich nicht stören. Denn auch längere Texte, können ohne Ermüdung eingegeben werden. Wie oben in der Verarbeitung erwähnt, lässt sich nur der Num- Block mit Leichtigkeit durchdrücken. Der Rest der Tastatur sitzt fest wie ein Brett.

In der Funktionalität und Haptik leistet sich das Touchpad keine Fehler. Präzise kann der Cursor über den Bildschirm geführt werden und findet so zu selbst der kleinsten Anwendung. Rechts außen und im unteren Bereich findet sich eine Scrollbar, die aber nicht haptisch oder optisch hervorgehoben wurde. Gestensteuerung wird übrigens nicht erkannt Die Oberfläche der mobilen Fingermaus, hätte für unseren Geschmack noch etwas ergonomischer ausfallen können. Dies ist aber von Person zu Person unterschiedlich und ein austesten der Eingabegeräte vor dem Kauf, erscheint immer noch am besten. Trotzdem gibt es ein gravierendes Manko zu bemängeln: die Touchpadtasten. Fährt man mit leichtem Druck um die Tasten herum, gibt dort das Material sehr nach und lässt die Tasten hin und her "schwimmen". Mit noch etwas kräftigerem Druck konnten wir sogar neben den Tasten einen Klick ausführen. Doch dem nicht genug. Des Weiteren ist der Druckpunkt sehr undeutlich, sodass wir zwar unsere Finger korrekt auf dem Touchpadtasten liegen hatten, aber partout kein Mausklick auszuführen war. Also, die Finger immer schön eng beieinander halten und nicht zu weit außen klicken.

Großer Pluspunkt bei den Eingabegeräten, sind die Short-Cut Tasten an der linken Seite der Tastatur.

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Wie man auf den Bilder sehen kann, ist im Cardreader ein Dummy eingesetzt, der leider sehr weit absteht und leicht abgebrochen werden kann. Achten sie also auf ihre SD- Cards. Im Lieferumfang, stieß nur die Tatsache auf Kopfschütteln, warum Acer keine DVD Rohlinge für die Recovery beilegt. Gleich nach der Installation von Windows werden wir darauf aufmerksam gemacht und immer wieder hingewiesen, wie wichtig es ist, sie am besten sofort einzurichten. Denn neben Netzteil, Akku, Garantie, Infoblätter, ausführlichem Manual, und dem CD Set mit Windows XP und Windows Vista, hätte nurnoch ein kleines etwas mehr an Luxus, in Form von DVD-Rohlingen geholfen, um ein dickes Lächeln auf unsere Gesichter zu zaubern. Diese Chance wurde leider vertan. Halb so schlimm. Kommen wir also nun zum Display.(4/5)

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Display

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Ein mattes Panel hatten wir schon seit längerer Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen. Umso mehr freut es uns das Acer, selbst bei einem eher sesshaftem Typ von Notebook, auf diese Machart des Displays nicht verzichtet, obwohl es sich hier anbieten würde, zählt doch die Mobilität eher nicht zu den Stärken der Desktop-Replacements. Die Messwerte zeigen uns eher ernüchternde Zahlen an. Die Helligkeit liegt bei 190cd/m² der Kontrast unter 179:1. Dennoch fällt es nicht so stark auf, als bei einem spiegelnden Display. Die Bilder zeigen dies. Auch wenn Bewegung gesund ist, sollten sie es tunlichts vermeiden viel den Kopf auf und ab zu bewegen. Vertikal invertiert das Bild bei ungefähr 25°. Horizontal bei etwas mehr wie 30°. The rest is silence.(3/5)

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Emissionen und Verbrauch

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Energietechnisch ist das Acer Travelmate im 17" Zoll Format ein echter Liebling. Das mitgelieferte Netzteil mit satten 65 Watt Leistung, wird aber nur sehr dezent von dem Verbraucher gefordert, es wirkt sogar etwas überdimensioniert. Der Winkelstecker, der am Ende der gut bemessenen Kabel sitzt, wurde von uns auch freudig empfangen. Allerdings hätte man auch einen einfachen Stecker benutzen können, wenn der Netzteilanschluss auf der Rückseite untergebracht worden wäre. Aber diese Lösung ist auch unproblematisch und nicht störend. Als Energielieferant für den mobilen Gebrauch, dient der Li-Ion Akku mit 48 Wh. Und wo der Hersteller Sanyo 48 Wh drauf schreibt, sind auch 48 Wh drin. Der Beweis: siehe Everest Ultimate.

Und was soll man sagen, der Travelmate ist wirklich ein Reisefreund! Für ein 17" Zoll Notebook staunten wir nicht schlecht, als wir nach einiger Zeit unsere Aufmerksamkeit der Akkulaufzeit widmeten. Befindet sich das Gerät im Idle-Mode werden fast 4 Stunden erreicht. Wird das System mit ein wenig Festplattenarbeit, Surfen und Word belastet, hielt der Li-Ion Akku immer noch fast 3 Stunden durch. Für ein Notstromaggregat, als was es anscheinend manche Hersteller bei größeren Notebooks halten, ist es auf alle Fälle brauchbar. Wenn es sein muss auch für zwei Gewitter an einem Tag. Aber Hauptsache nicht zu viel tragen. 3,1 Kilogramm gehen mit der Zeit etwas auf die Arme.

Ein kühler Travelmate. Die Arbeitsumgebung erhitzte sich kaum über punktuell gemessenen 32,5°C Grad, selbst bei längerer Benutzung. Dieser Punkt befindet sich im Bereich des Touchpads. Hier ist das verbaute Material sehr dünn, und direkt darunter ist der Intel Chipsatz untergebracht. Auf der Unterseite werden dort deshalb 37°C Grad bis 41°C Grad unter voller Belastung gemessen. Eigentlich logisch, und sehr vorteilhaft, befindet sich der Lüfterausgang, der mit einer maximalen Abwärme von 44°C Grad heiße Luft in seine Umwelt befördert, auf der Rückseite des Notebooks, unter dem linken Displayscharnier.

Kühl und leise? Ja, und Nein. Wäre da nicht nur ein Haken. Im Idle- Mode ist der Lüfter in Ruhezustand und nur die Festplatte kann mit 21,4 dB vernommen werden. Kaum bedient man aber etwas länger ein Programm mit nur geringer Leistungsaufnahme beginnt der Lüfter, der übrigens nur über zwei Stufen verfügt, alle 10 Minuten zu pusten und zu blasen. Dieses ständige, und nach 2 Stunden sehr nervige "husten" auf Stufe eins in Höhe von 35,6 dB, wurde auch bei Treiberupdates nicht besser. Wir hoffen dennoch, dass es bald behoben wird, sofern es möglich ist. 35 Dezibel ist gewiss nicht viel, für Menschen die am Tage ihre Arbeit verrichten und stets andere Geräuschquelle um sich herum haben. Für Nachtarbeiter kann dieses Geräusch, doch schnell als laut empfunden werden. Laut wird es dann unter Volllast. Lüfter auf Stufe zwei, 10 Dezibel drauf. 43,2 dB werden also erreicht. Zwar schafft man diesen Zustand unter normalen Bedingungen nur sehr schwer, aber beim Surfen im Internet, und zwei Antivirprogramme beim Systemcheck, kann ab und zu die Stufe zwei erreicht werden. Eher ungut für Silent- Fans.

Kommen wir nun zum Stromverbrauch des 7730. Der Prozessor mit maximal 35 Watt TDP, Intels GM45 mit 12 Watt TDP und die laufende Festplatte, sowie andere Verbraucher könnten auf einen recht hohen Stromverbrauch hinweisen. Nicht so bei diesem 17" Zoller. Im 3DMark06 wurden maximal 36,5 Watt aus dem häuslichen Netz gezogen. Beim normalen Office Betrieb wurden im Schnitt 33,2 Watt verbraucht und lässt man eine Zeit lang den lieben Gott einen guten Mann sein, pendelt sich der Verbrauch sogar bei 19,7 Watt ein. Fasst man nun alles zusammen, bleibt bis auf die chronische Bronchitis des Travelmate 7730, ein guter Eindruck von den Verbrauchs- und Emissionswerten zurück.

Kurz und knapp, sind außerdem die Lautsprecher unglaublich laut. Ohne Verzerrungen konnten wir 80,2 dB messen, wobei die Tiefen wie so oft, kaum vorhanden waren. Insgesamt höhen- und mittenlastig, aber dennoch für einen kleinen Filmabend oder Musiksession brauchbar..(4/5)

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Leistung

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Auf zum Atom! Nein, diesmal zum Glück nicht. Im inneren pocht ein Intel Core 2 Duo T6670 mit 2 x 2,2 GHz mit der Centrino 2 Plattform, der Intel GM 45 als Chipsatz. Somit befindet sich die Grafikkarte ebenfalls in der Hand des Intel Chipsatzes, und wird als GMA 4500 bezeichnet. Diese haben wir bereits im X420 kennengelernt. Klar, für Spiele völlig ungeeignet, aber für Office und ein paar Grafikbearbeitungsprogramme völlig ausreichend.

Acer hat, was die installierten Programme angeht, erneut die Spendierhosen angehabt. Unserer Meinung nach, wirkt das System gleich nach der Installation völlig überladen, und Anwendungen wie Google Desktop, Chrome und Mc Affee sind für manche User ein nicht gern gesehenes "Geschenk" vom Hersteller. Acer sollte hier lieber die Option offen lassen, ob oder ob nicht Installiert werden soll. GridVista empfanden wir hingegen wieder als nützlich, da es eine "Mehr-Monitor-Unterteilung" auf einem Bildschirm erlaubt. Etwas Schade ist es, dass trotz zweier Betriebssysteme, keine DVD- Rohlinge für die Recovery beigelegt wurden.

Everest Ultimate Edition

  Acer Travelmate T6670 Toshiba A300 T8100 Samsung R560 P8400
RAM Lesen 5233 MB/s 5424 MB/s 6596 MB/s
RAM Schreiben 4199 MB/s 4234 MB/s 5640 MB/s
RAM Kopieren 4243 MB/s 3826 MB/s 4726 MB/s
RAM Verzögerung 88,4 ns 84,9 ns 84,5 ns
CPU Queen 9292 8852 9523
CPU Photoworxx 6287 7711 8623
CPU ZLib 28242 KB/s 26891 KB/s 29072 KB/s
CPU AES 8155 7760 8364
FPU Julia 4062 3874 4169
FPU Mandel 2084 1981 2144
FPU SinJulia 1087 1035 1115

Und weitere Daten aus dem Programm:

Das Interessante an der Tabelle ist der vergleichsweise geringe Abstand zum Intel P8400. Der T6670 taktet mit 2,2 GHz und ist somit nur marginale 30 MHz vom Intel P8400 entfernt und 100 MHz schneller, wie der T8100. Der einzige Unterschied neben der geringfügig kleineren Megahertzzahl ist der integrierte Level 2 Cache mit 2 MB.

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Doch bemerkt man diesen Unterschied? Messbar, und eindeutig zu sehen ist das "Mehr" an MHz. Doch es macht bei weitem mehr aus, mit welchen Chipsatz der CPU zurechtkommen muss. Deswegen schneidet der vermeidlich bessere T8100 CPU in der Tabelle oben, schlechter ab, als sein kleiner T6670 Bruder, der übrigens auch über die gleichen Fähigkeiten verfügt, wie z.B. SSSE3, SSE 4.1 etc.

Passmark

Hier schöne Unterschiede, dank den verschiedenen Betriebssystemen. Passmark beschert dem Acer Travelmate unter Vista erhebliche mehr Leistungspunkte, als unter XP und 7, da der 3D Test schlichtweg weggelassen wird. Die 526 Punkte bieten hier also eine bessere Orientierung.

3DMark 06

Mit der Intel 4500 MHD war nicht mehr zu erwarten, als dieser bettelarme Wert von 755 3DMarks. Wir sehen erneut, dass GPU- lastige Anwendungen, wie z.B. Games nicht installiert werden sollten.

Sandra 09

In Sandra 09 erkennt man, ähnlich wie es Everest bereits bescheinigt hat, wie nahe sich der T6670 und der P8400 stehen. Abgesehen vom geringeren Verbrauch des P8400, durch einen TDP von 25 Watt, sind aber keinerlei Anzeichen von Leistungseinbußen zu bemerken. Für Office und Co. ideal bestückt.

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Fazit

Für ungefähr 700 € geht der Acer Travelmate über den virtuellen Ladentisch. Ist dieser Preis denn gerecht? Ja, das ist er. Für dieses Geld, bekommt man einen potenten, und durchaus mobilen Office Rechner für Anwendungen der nicht allzu belastenden Art. Das Display ist entspiegelt, zwei Betriebssysteme, die Eingaben brauchbar, und die Werte im Stromverbrauch sehr gut. Auf der Gegenseite stehen ein unruhiger Lüfter, Software von der Sorte "Zu-viel-des-Guten", und keine perfekten Eingaben, die aber von Anwender zu Anwender verschieden empfunden werden. Daher bekommt unser Travelmate 7730 ein Gut durch die Bank und sichert sich auf alle Fälle unsere Sympathie und Empfehlung.

Testergebnis: GUT

Preis/Leistung: GUT

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