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Gut und Günstig. Unvereinbar?

Extensa

Im heutigen Test befindet sich ein Acer Extensa 5620EZ-422G255Mn, dass besonders durch seinen Kampfpreis von 399€ auffällt. Die Extensa Serie von Acer gilt als Consumer- Marke und ist in großer Vielfalt verfügbar. Hier ändert sich in den verschiedenen, anfallenden Preiskategorien aber nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch die Verarbeitung und das Design. Nur wie groß sind die Unterschiede und bekommt man also für wenig Geld, ein billiges, eher schlechtes Notebook? Ganz und gar nicht. Warum, erklärt der folgende Testbericht.

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Technische Daten:

Design

Extensa Extensa

Unser günstiges Extensa wirkt leider nach Außen, genau so, wie die Preisklasse angesetzt ist. Es sieht sehr billig, unscheinbar und unauffällig aus. Es besitzt eine sehr raue Plastikoberfläche, indem Schmutz sehr leicht hängen bleibt. Auf den Bildern sieht man z.B. einen Fleck auf der Oberseite, der durch die Verpackungsmaterialien entstanden ist. Positiv allerdings, ist der Fakt, dass Fingerabdrücke nicht sichtbar sind, und es somit noch zu den eher seltener gewordenen Notebooks gehört, die wirklich fürs Arbeiten gedacht sind. Das merkt man auch an der Farbgebung. Durch und durch sieht man das typische Acer Grau, auf Ober- und Unterseite. Von der Formgebung, im Vergleich mit seinen teureren Brüdern, unterscheidet es sich allerdings nicht. Auch hier findet man eine geschwungene Tastatur und ein formschönes Touchpad. Kurzfazit für das Design ist also: dezente, unauffällige Kirchenmaus. (2/5)

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Anschlüsse

Extensa Extensa Extensa Extensa

Eine große Anschlussvielfalt kann das Extensa5620Ez nicht bieten. Nur das Allernötigste ist hier zu finden: LAN RJ-45, RJ-11 Modem, Cardreader 5in1, S/Pdif, Mic-In, Line-Out, D/C-In, 3x USB 2.0, VGA, und ein älterer PCMCIA Typ II Port. Warum dieser alte Port benutzt wird und auf ein 32mm/54mm ExpressCard Slot verzichtet wird, können wir nicht nachvollziehen. Außerdem sind die sichtbaren Aussparungen für Anschlüsse der höheren Preiskategorien sehr hässlich. Trotz dieser Kritikpunkte muss man aber bedenken, dass es sich hier um ein absolutes Low- Cost Notebook handelt. Für Office und ein wenig Multimedia ist es dennoch bestens gerüstet. (3/5)

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Verarbeitung

Extensa Extensa

Überraschender weise ist Acer‘s Notebook für den kleinen Geldbeutel sehr gut verarbeitet. Unterseite und Oberseite des Notebooks lassen sich nicht verwinden oder eindellen. Gleiches gilt für die Arbeitsumgebung. Selbst die Scharniere des Displays, halten dieses in einer sehr festen Position und lassen es selbst bei holprigen Fahrten nicht nachschwingen. Kritikpunkt ist der Deckelverschluss. Im geschlossenen Zustand klappert er noch leicht und gibt nach. Aber bis auf die Schriftzüge, die doch etwas billig aufgeklebt wurden, sind wir vollkommen zufrieden mit dieser Verarbeitung. Super!(4/5)

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Ergonomie/ Eingabegeräte

Extensa

Die Tastatur, die wie bereits erwähnt, einen leichten Schwung nach oben zum Display hin besitzt, ist ein wahrer Traum für Vielschreiber. Große Tasten, angenehmer Hub und Anschlag, sowie eine sehr gute Oberfläche, lassen keine Wünsche offen. Selbst Notebooks in höheren Preisklassen bieten meist kein vergleichbares Eingabegerät. Einziger kleiner Kritikpunkt: Ein leichtes Klappern der Tasten ist dennoch zu vernehmen. Auch positiv hervorzuheben sind die Multimedia- Shortcut -Tasten zur Linken der Tastatur. Mit einem Knopfdruck kann von dort der Browser, Email, WLAN etc. geöffnet und bedient werden. Ebenso besticht das Touchpad mit einer sehr guten Eingabequalität, mit flinken und präzisen Eigenschaften in der Nutzung und angenehmer, rauen Oberfläche. Zwar sind die Touchpad-Tasten etwas zu groß geraten und klappern ebenfalls leicht, aber dies fällt nicht sehr in die Gewichtung. Für diesen Preis sind die Eingabegeräte absolut göttlich. (5/5)

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Display

Extensa

In dieser Rubrik erleben wir eine Überraschung. Meist sind billige Notebooks, die zwar mit einigen positiven Aspekten glänzen können, dennoch mit mindestens einem Manko versehen. Des Öfteren werden daher spiegelnde Panels verbaut, mit schlechten Kontrasten und geringer Helligkeit, um die Produktionskosten gering zu halten. Erstaunlicherweise bekommt man beim 5620EZ ein relativ helles Display mit ordentlichen Kontrasten(175:1). Großer Pluspunkt: Es ist entspiegelt und kann damit auch Draußen benutzt werden, bzw. könnte wenn das Display etwas heller wäre. Durchschnittlich kommt es auf 180cd/m², was aber subjektiv einen besseren Eindruck hinterlässt, als man es bei einem Glossy- Display vielleicht gewöhnt ist. Für den Betrieb im Inneren, kann es aber überzeugen. Nur die vertikalen Blickwinkel sind nicht vergleichbar mit hochwertigeren Displays. 1280 x 900 Pixel werden auch nur User mit geringerem Platzbedarf keine Probleme bereiten. UptoDate ist dieses Format aber nicht mehr. Durchschnitt.(3/5)

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Verbrauch und Emissionen

Die Wärmeentwicklung ist, durch die eher schwachen Komponenten bedingt, relativ gering. Die Oberseite ist im Durchschnitt 33° Grad warm; die Unterseite liegt über den Normwerten: durchschnittlich 39° Grad, punktuelle Spitze 47° Grad. Die Laustärkeentwicklung ist auch in einem ordentlichen Maß. Der Lüfter dreht im Netzbetrieb im Idle-Modus nur ab und zu auf die geringste Stufe auf; die Festplatte säuselt vor sich hin. Hier messen wir 34dB. Etwas Lauter wird es unter voller Auslastung. 39dB bis 41dB müssen dann ertragen werden. Etwas laut, aber doch erträglich. Einen Patzer erlaub sich unser Testmodell allerdings beim Netzteil. Die kleine, leichte Versorgungseinheit besitzt einen schlechten Wirkungsgrad, der bei ungefähr 0,50 cos(phi) liegt. Die Blindleistung schießt damit auf ein sehr hohes Niveau. Von sparsamen 26,7 Watt unter der Windows Vista Installation ergeben sich damit dann fast 57,2 VA. Unter maximaler Last sind es nur 35 Watt. Idle verlangt es gerade mal 14 Watt von dem Stromnetz. (4/5)

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Sonstiges

Unter Sonstiges fällt diesmal die Software. Acer hat dem Extensa ein Softwarepacket mit beigepackt, dass etwas durchwachsen wirkt. Viele Programme können als eher störend und überflüssig empfunden werden, wie z.B. das gratis McAffee, das nicht gerade durch seine Zuverlässigkeit und Qualität besticht. Außerdem schluckt es extrem viele Ressourcen, dass unser Notebook leider nicht bieten kann. Gleiches gilt für das eher umstrittene Programm, Google Desktop. An Bord ist auch noch: Office 2007 60-Day-Trail, eSoliv2, NTI Shadow/Media/Backup, Win DVD 8, und Intervideo. An sich geht das Packet aber in Ordnung. (3/5)

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Benchmarks/Leistung

Passmark

Mit 522 Punkten im Passmarkrating, hat man einen guten Anhaltspunkt, was dieses Notebook zu leisten vermag. Es lässt sich flott und angenehm arbeiten und ist somit für jede Office Anwendung gewappnet. Auch 2D Anwendungen, z.B. wie Dreamweaver, Photoshop, oder Fireworks können hier mit nicht allzu großen Anforderungen bewältigt werden. Für aufwändige 3D- Anwendungen und Spiele ist es aber völlig ungeeignet.

Die verbaute Festplatte im 5620EZ ist allerdings etwas langsamer als der Durchschnitt, weswegen die 45-48 MB/s zu etwas zögerlichen Arbeiten mit größeren Dateien sorgen könnte.

Positiv überrascht hat uns die Akkulaufzeit des Extensa 5620EZ. Im normalen Betrieb mit mittlerer Helligkeit und normalen Office Anwendungen sind über 2 Stunden zu erreichen. Lässt man alles nur "vor sich hin dümpeln" können sogar 3 Stunden erreicht werden. Allerdings ist dieser Wert äußerst unrealistisch.

So erreicht das günstige Acer Notebook eine durchschnittliche Leistungswertung im Bereich der Office Notebooks und ein großes Plus in Sachen Laufzeit. (4/5)

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Fazit

Absolute Kaufempfehlung für dieses günstige, angenehme Arbeitstier mit Suchtfaktor.

Testergebnis: GUT

Preis/Leistung: SEHR GUT

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