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Der vierte Aggregatzustand: Ionisiert

Revo

Heute ist es so weit. Der erste Nettop hat nun endlich Eintritt auf unsere Website erhalten. Dem entsprechend groß sind die Erwartungen an den kleinen, platzsparenden Rechenknecht. Kann also Acer mit dem Aspire R3600 Revo, die angepriesene Mehrleistung dank des ION- Chipset von Nvidia erfüllen oder handelt es sich hier rein um eine gewagte Marketingstrategie? Wie es nun konkret aussieht, zeigt der folgende Testbericht. Zur Windows 7 Version geht's hier.

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Acer Aspire R3600 Revo Technische Daten:

Verarbeitung

Revo Revo Revo Revo

Wenn wir ehrlich sind, haben wir für 299€ mit den dazugehörigen Eingabegeräten eine schlechte Verarbeitung erwartet. Dies erwies sich glücklicherweise als Fehleinschätzung. Acer erlaubt sich hier keine Patzer. Das Gehäuse vermittelt trotz seiner geringen Größe ein "komplettes"- Gefühl; Die Ober- und Unterseite lässt sich kaum eindellen, geschweige denn das Gehäuse verwinden. Die in Weiß gehaltene seitliche Gehäuseumrahmung ist äußerst fest, was sie durch die ständige Nutzung der Anschlüsse auch sein muss. Einzig und allein der Powerschalter, der an einer abschüssigen Gehäusekante angebracht wurde, und zu Designzwecken abgerundet wurde, besitzt dadurch einen zu schlecht gewählten Druckpunkt. Mit etwas Gefummel und starken Druck, springt der Revo allerdings dann doch an. Reine Gewöhnungssache. Übrigens lässt der Acer Aspire Revo den Schreibtisch nicht im Boden versinken. Das gesamte Packet kommt auf 3,1 kg, der Revo selbst auf gerade einmal auf 865 Gramm ohne Standfuß. Also passend zur Größe, ein Fliegengewicht. Auf dem Standfuß aufgestellt, ist der Nettop allerdings etwas wackelig auf den Beinen. Kleinste Stupser lassen ihn sehr weit hin und her schwingen, weswegen durchaus Grund für die Befürchtung des "vom-Sockel-Brechens" besteht. Nur müssen wir auch anmerken, wenn man ihn auf einen Holzschreibtisch legt -wegen den erhöhten Kräften an den Anschlüssen, die durch die Kabel hervorgerufen werden- es schnell passieren kann, dass er recht flott über den Tisch rutscht. Was der glatten Oberfläche zu verdanken ist. Am Monitor angebracht, ist die Bedienung sehr eingeschränkt. Ständiges aufstehen und hinter den Monitor greifen, kann schnell nervig werden. Deswegen entschieden wir uns für die Sockelvariante, die zwar wackelig aber zumindest damit auf einem breiten, gummierten Standfuß ausreichend Festigkeit bietet. Alles hat also Vor- und Nachteile. Doch wirklich große Differenzen, wie zu anderen Computersystemen gibt es nicht. Der Revo gewinnt durch seine Größe. Als Kurzfazit zur Verarbeitung lässt sich nur festhalten, dass hier man hier absolut nicht das Gefühl bekommt, etwas billiges in den Händen zu halten. (4/5)

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Design

Revo Revo Revo Revo

Bekanntlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Daher ist unsere Meinung, dass das Design durchgehend modern, ästhetisch und aufregend wirkt. Die Seiten sind in abgerundeter Form, parallel zueinander gehalten und lassen keine langweilige Optik zu. Die Umrandung, die die Anschlüsse beinhaltet, ist weiß und aus einem stabilen, rauen Plastik geformt. Ober- und Unterseite bekamen vom Hersteller eine Klarlackoberfläche spendiert, was sich hier alles andere als störend auswirkt, sondern das gewisse etwas an Luxus vermittelt. Lassen sie sich bitte nicht zu sehr von den abgebildeten Fotos abschrecken! Da unser Testsample anschließend verkauft wurde, und wir daher nur kurz Zeit hatten, mussten wir die Schutzfolien auf der Oberfläche lassen. Deswegen der milchige Lock, den wir entschuldigen möchten. Dennoch ist zu erkennen, dass neben dem weiß/silber Schriftzug ein kleines Streifen- Designelement aufgebracht wurde, was man aber nur am Standfuß erkennen kann. Montiert man den Acer Aspire Revo allerdings am Bildschirm oder legt ihn auf den Schreibtisch, bekommt man nur die relativ unauffällige, mit Aufklebern versehene Seite zu Gesicht. Hier hätte man sich noch ein wenig mehr Gedanken machen können, aber dies fällt nicht in die Wertung. Im gleichen Lock kommen die Eingabegeräte daher und zeigen damit ein einheitlich hübsches Gesamtpacket. Der Powerknopf ist übrigens mit einem weißen LED beleuchtet. Durchwegs ansprechend. (4/5)

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Ergonomie/Eingabegeräte

Revo

Für ein "Mitbringsel", oder eher ein im Preis enthaltenes Giveaway, verrichten die Eingabegeräte einigermaßen gute Dienste. Die Maus ist etwas zu klein geraten und sehr leicht. Die Klickgeräusche vermitteln einen hohlen Körper, aber dennoch lässt sich damit ohne Probleme die geforderte Arbeit, mit guter präziser Abtastungsrate ausführen. Die Tastatur ist ebenfalls etwas kleiner als die bekannten Standardgeräte. Bei unserem Sampel stellten wir fest, dass die komplette Fassung der Tastatur einen leichten Aufwärtsschwung besaß, was leider einen sicheren Stand verhinderte. Leichtes Wippen war ständig die Folge. Durch eine weiche Unterlage war das Problem zwar behoben, dennoch ärgerlich und den Gesamteindruck trübend. Dank den großen Abständen zwischen den einzelnen Tasten, entsteht trotz des etwas lauten Anschlags ein angenehmes Schreibgefühl. Erfreut stellten wir fest, dass die Tastatur über alle wichtigen Shortcut- Funktionen verfügt. Mit Hilfe der Fn- und F4-Taste zum Beispiel, öffnet sich so innerhalb von Sekunden der Inet- Explorer. Das Numpad ist Notebook typisch somit im Wortfeld untergebracht. Acer legt also etwas Brauchbares in die Schachtel, was zwar nicht weltbewegend ist, aber dennoch sehr nützlich und brauchbar. (3/5)

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Ausstattung

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Die Anschlussmöglichkeiten am Acer Aspire Revo lassen an sich keine Wünsche offen. HDMi, VGA, Mic/In, Line/Out, D/C In, RJ-45 LAN, Kesington Lock, sowie eSATA, welches nach wie vor eher eine Seltenheit ist. Auf der Hinterseite findet man 4x USB Ports; im Bereich des Powerschalters noch zwei weitere. Somit stehen immerhin noch 4 USB Ports zur freien Verfügung, sollte Maus und Tastatur angeschlossen sein. Doch wie schön man auch die Form des R3600 findet, ganz ohne Probleme bleibt es dennoch nicht. Durch den Parallelpepides ergibt sich die Schwierigkeit, jeden der Anschlüsse optimal zu erreichen. Der Bereich des Cardreaders und die dort positionierten USB- Ports sind gut erreichbar, warum aber Acer den Line-out in diesem Bereich untergebracht hat ist etwas fragwürdig. Nutz man doch eher ein optionales 2.0 Soundsystem, als vor seinem Arbeitsplatz mit Kopfhörern zu sitzen. Das ist aber nur unsere Meinung. Aber hier scheiden sich natürlich auch die Geister. Der Mic/ In Anschluss ist hingegen wieder optimal positioniert. Es hätten noch ruhig ein paar USB Anschlüsse in die vordere, oder obere Front wachsen können. Dennoch kommt man aber ganz gut mit den Anschlüssen zurecht. Für einen kleinen Rechner also ganz ordentlich. (4/5)

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Unter der Rubrik Ausstattung fällt auch die vorinstallierte Software. Leider hat es Acer ein wenig zu gut gemeint. Viele der installierten Programme belasten den R3600 sehr und verlangsamen damit das komplette System. Als fragwürdig und eher behindernd, finden wir die Installation von Google Desktop, McAffee und eSolvi. Durchwachsen ist nur die Vorinstallation der Games, die im Acer Arcade Bereich zu finden sind. Es handelt sich zu meist um einfache 2D- Spiele, im Java Plattform Lock, die weder den Nettop wirklich ausreizen, noch für wirklichen Spielspaß zu sorgen. Es sind eher kleine Zeitvertreiber, die man hier spielen kann. Die Bewertung "durchwachsen", bekommt dieses Packet wegen der schlechten Deinstallationsmöglichkeit. Ein einfaches Batchprogramm, dass alles von Acer Arcade entfernt, hätte wirklich viel Zeit und Nerven gespart. Gut hingegen empfanden wir folgende Programme:

Hat man also den Computer nach seinen eigenen Wünschen gestaltet, und alle unerwünschten Programme entfernt, merkt man deutlich die Erleichterung des gesamten Systems. Leider scheint Acer den Aspire Revo anders zu behandeln, als man es zum Beispiel, aus dem Notebooksegment gewohnt ist. Das eRecovery Programm, erscheint ein wenig zu unaufdringlich. Schnell vergisst man das System gleich zu Beginn der Nutzung ausreichend zu Sichern und ein Backup zu erstellen. Eine größere Festplatte und damit eine GPT-Partition, die bereits ein Recovery- Abbild enthält, hätten der Nutzung und Wartung auch gut getan. Daher vergeben wir hier ein gerade noch befriedigend. (2/5)

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Emissionen und Verbrauch

Revo Revo

Hier können wir uns nun richtig positiv ausschreiben. Der Aspire kommt mit einem 65 Watt Netzteil (19 Volt bei 3,42 Ampere) daher, wobei gleich gesagt sei, dass es mit diesen Werten etwas überproportioniert ist. Wobei es schon fast keinen Spaß mehr machte, als wir die Load und Idle Werte miteinander verglichen haben. Hier die Verbrauchsliste.

Netzteil

Windows Vista

Der hier erreichte Cos(phi) Wert ist zugleich das Maximum was erreicht werden konnte, weswegen ab sofort die Blindleistung ausgeklammert wird.

Benchmark

Anzumerken sei hier, dass Futuremarks 3D Mark eine sehr potente Anwendung ist und hier natürlich die absoluten Höchstwerte in Verbrauch, Lautstärke und Temperatur erreicht wurden.

Die Daten zeigen eindeutig, dass Acer es tatsächlich geschafft hat, einen vollwertigen Desktop PC zu entwickeln, dessen höchste Leistungsaufnahme auf dem Niveau von Idle- Werten im Notebookbereich arrangiert. Dem Acer hätte bei gerade einmal 31 Watt Verbrauch auch ein 40 Watt Netzteil gut zu Gesicht gestanden. Die Lautstärke unter Volllast ist Vergleichbar mit einem laufendem Slim DVD-Laufwerk und lässt sich nur mit einem hochfrequentem Rauschen beschreiben. Nervig wird es also nur wenn man den Revo als Kopfkissen benutzt. Geschlagen geben muss er sich dennoch vor vergleichbaren tragbaren Systemen, wie zum Beispiel dem Samsung NC-10. Dessen Lautstärke liegt noch einen Tick weiter unten in der Messskala. Hier noch eine kleine Grafik zu den punktuell gemessenen Temperaturen auf der Oberfläche.

Revo

Kurz gesagt: Verbrauch und Emissionen sind sehr gut!. (5/5)

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Leistung

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Nun zum interessantesten Teil des Tests. Der Leistung. Die Erwartungen sind relativ hoch gesteckt, äußerte sich Nvidia zu ihrem neuen ION- Chipset in sehr großen Tönen. Von dem bis zu 10 Fachen an mehr Leistung war die Rede. Die folgenden Bilder sollen die Leistung verdeutlichen. Zuerst Everest.

Everest Ultimate Edition

Wie man sieht ist die Speicherverzögerung sehr hoch, und mit einem Intel T2500 zu vergleichen. Auch wenn die Lese/Schreibgeschwindigkeiten recht gut erscheinen muss aber bedacht werden, dass der Intel Atom N230 nur ein synthetischer Dualcore ist, und mit keinem der gelisteten "echten" Dual Cores verglichen werden kann. Wie sich das äußert zeigt später das Passmark- Rating.

Hier merkt man deutlich dass es sich um den Flaschenhals im System handelt. Der Prozessor hat Leistungsdaten, die mit Up-to-Date Systemen von 2005 verglichen werden können. Als Beispiel der HP Pavilion dv5000 mit einem AMD Turion 64 ML-37. Natürlich ist es dennoch bemerkenswert, was dieser CPU anhand seiner geringen Leistungsaufnahme mit maximal 4 Watt leisten kann.

Im Benchmark der Floating Point Unit, sieht es recht finster aus. Dies ist mit der Atom spezifischen Architektur verbunden, die anders als die sonstigen gefertigten Intel CPU Modelle mit einer out-of-order, sondern mit einer in-order Architektur daherkommt. Dieser Schritt verringert die Energieaufnahme erheblich, da Unmengen an "Platz" und Transistoren eingespart werden können. Was auch der Rechenlogik zu verdanken ist. Ein Befehl nach dem anderen wird ausgeführt, anstatt geschickt, Wartezeiten, Lesefehler oder ähnliches zu umgehen und damit viele Transistoren konstant mit Energie zu befeuern. Schlechte aber effiziente Werte.

Sandra09 Lite

CPU Benchmark.

GPU Benchmark.

Und zusätzlich die WLAN Auswertung.

Passmark

Man erkennt deutlich, dass das kleine, stromsparende System nicht für rechenintesive Aufgaben genutzt werden kann und sollte. 220 im Passmarkrating ist eine minimal unter der Norm liegende Leistung im Bereich der Netbooks. Für Office, Internet und kleinere Arcade Games, reicht es aber allemal. Nur wie gesagt, Mutlitasking ist kein Thema für den Revo. Allerdings verlangt Vista dem kleinen einiges ab. Wie es mit Windows 7 aussieht, wird die Zeit zeigen. Dennoch läuft alles einigermaßen flüssig.

Futuremark 3DMark06

Hier hatte der Aspire sehr viel zu arbeiten. Um es genau zu sagen ruckelte das 3DMark in jedem Test, und im CPU Test 1 und 2 befürchteten wir fast schon einen Absturz, aber die einzelnen Frames kamen eben nur alle 30 Sekunden.

Wie gut oder schlecht man nun die Benchmark Resultate auch empfinden mag, bei Spielen und HD Wiedegabe konnte der Revo dennoch glänzen. In Left for Dead konnten wir bei 1440x900, Texturen: niedrig, alle anderen Werte auf medium, durchschnittlich 18 Frames erreichen. Maximal waren es 24, minimum 12 Frames. Hier zeigt sich, dass Nvidia ganze Arbeit geleistet hat. Würde man einen potenteren CPU verbauen, würde der ION Chipsatz den langsam angestaubten HD3200 von AMD deutlich versenken.

Die HD- Wiedergabe funktionierte etwas eingeschränkt. HD Medien im Internet, wie zum Beispiel auf Youtube, konnten leider nicht ohne Ruckeln dargestellt werden. Hier fehlt es an der nötigen Kommunikation zwischen Medium und Hardwarekomponenten. Somit encodiert hier die CPU, und kommt wegen der geringen Leistung ins Stocken. Benutzt man allerdings ein Programm wie PowerDVD8/9, sieht man deutlich wie die CPU durch den Chipsatz entlastet wird.

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Nur zu Beginn der Anwendung wird der CPU belastet, indem er alles nötige lädt und bereitstellt, um es anschließend dem eigentlichen Task zu überlassen, dank der Hardwarreunterstützung. Abschließend einige Zeitauswertungen bei verschiedenen Tasks.

Anhand dieser Werte kann man deutlich erkennen inwiefern man die Leistung des Systems beschrieben kann. Der kleine Aspire Revo hat alle Zeit der Welt. Vor allem aber im Vergleich mit anderen Chipsätzen kann er überzeugen. Einziges Manko, stellt der sehr langsame Intel Atom N230 dar, der sich aber hinter seinen Geschwistern nicht verstecken muss. Nvidias ION Chipsatz hat wirklich etwas zu bieten und übertrifft in den meisten Benchmarks sogar locker AMDs HD3200. Dies kann auf "Tomshardware.de" nachgelesen werden. Kommen also in absehbarer Zeit -vermutlich im vierten Quartal 2009- die neue Generation von Atom CPUs auf den Markt, sei also Obacht gegeben, sowohl bei Netbooks, also auch bei Nettops. Hier schlummert noch extrem viel Potential. Hierfür eine noch gute Wertung. (4/5)

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Fazit

Für wen ist der Acer Aspire Revo also bestimmt? Ganz klar kann und soll dieses System keinen echten Desktop ersetzten. Vielmehr ist er als Office Workstation gedacht, um nur die Dinge zu erledigen, die man als Arbeitender zu verrichten hat. Nicht mehr und nicht weniger. Er lässt sich, zum Beispiel, auch hervorragend als HTPC benutzen, als Zweit- oder Drittcomputer oder als Media- Station. Interessant ist er natürlich auch für jene, die einfach nur einen billigen, neuen und stromsparenden PC suchen. Denn kein uns bekannter Rechenknecht vereint so elegant und gekonnt diese genannten Werte miteinander. Zwar muss man bedenken, dass ein Monitor benötigt wird und diese momentan ein einer Preisklasse von 80 Euro aufwärts liegen, aber um unter den Preis des Acer Aspire Revo R3600 zu bleiben, entpuppt sich dennoch als sehr schwierig. Versucht man zumindest nur annähernd an die Größe und Lautstärke heranzukommen, was Acer an den Tag legt. Angebotsbeispiel. Zum Schluss entscheidet der persönliche Geschmack. Leistung oder ausgewogener mini Allrounder. Unserer Meinung nach Acers kleiner, großer Wurf!

Testergebnis: GUT

Preis/Leistung: SEHR GUT

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